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der sogenannte Friedensgruß
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Autor:  Eilike [ 10. August 2011 22:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Nein, Eduard, reg' dich mal ab, beim Friedensgruß geht es uns doch in erster Linie um die innere Einstellung; die äußeren Formen - da gibt es etliche (und Silesia gehört m.W. noch nicht zu unserer Liturgischen Kommission) - sind zweitrangig.
Wir hatten in meiner Gemeinde viele Jahre hindurch eine Form, die alle passend fanden. Mit einem Wechsel des Seelsorgers wurde das geändert, weil der unsere Form vermutlich nicht kannte oder weshalb auch immer. Bald darauf kamen in Ch die Beiträge und die Leserbriefe, und unser neuer Seelsorger merkte in diesem Zusammenhang, dass etlichen in der Gemeinde die Änderung nicht gefiel. Nun haben wir z.Zt. eine Kompromisslösung, die aber auch nicht allen gefällt, weshalb das letzte Wort darüber noch nicht gesprochen ist. Das ist Fall eins.
Fall zwei: In einer ak. Gemeinde, die ich nur gelegentlich (zwei- oder dreimal im Jahr) besuchen kann, bemerkte ich beim letzten Besuch eine Änderung, die sicher mit der Diskussion in Ch zusammenhängt.

Also, deshalb schrieb ich oben, dass es nichts Besonderes ist, wenn eine Gemeinde nach der für sie besten Form sucht. Das hängt vom Raum ab, von der Durchschnittszahl der Teilnehmenden, ob es fest stehende Bänke gibt oder bewegliche Stuhlreihen und verschiedenes mehr. Allerdings sind durch Ch sicher einige Gemeinden zum Nachdenken gekommen, und das ist doch auf jeden Fall gut so.

Wenn Du zufrieden bist mit dem was in Deiner Gemeinde üblich ist, dann sag' das doch einfach beim nächsten Kirchenkaffee mal laut; vielleicht stößt Du auf große Zustimmung und alles ist ok.

Eilike

Autor:  Silesia [ 10. August 2011 23:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Eduard hat geschrieben:
Wie gehen denn die ein oder zwei Varianten, die durch die Messordnung erlaubt sind??

Warum stehen die nicht als Text am Altar: "Als Friedensgruß wird allenfalls geduldet,... ", oder wegen "Missbrauch des Friedensgrußes gilt in Zukunft folgende Ordnung", na, das wäre doch ein Text.

Sicher sehr einladend. Es wird sicher alles besser!!

Sorry, mir geht grad der Gaul durch.



Ergebnis: Das Gefühl ist, wie zu bemerken, eine Einbahnstraße falsch herum reingefahren zu sein.

Was soll diese Art der Findung? Es muss doch von der Sache her geschehen, um die es geht? Der Friedensgruß ist auch ein liturgische Sache, ... deshalb braucht er die liturgische Form ... und die symbolische Spendung.

Autor:  Eduard [ 11. August 2011 06:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

wir Menschen sind Menschen und in der Begegnung mit anderen findet unsere Kommunikation statt. Übrigens wollen wir doch nicht vergessen, dass Gott den Menschen "ebenbildlich" kreierte, dass wir also das göttliche auch im Mitmenschen annehmen und wahrnehmen müssen.

Was liegt dann näher, als nicht nur mit Gott zu kommunizieren (was uns ja sehr schwer fällt und vieles davon ungesagt und unsagbar ist), sondern auch mit den Menschen liturgisch zu kommunizieren. Diese Liturgie bedarf aber einer Lebendigkeit, einer Zugewandtheit, einer Freundlichkeit, einer Echtheit. - anstrengend genug, manchmal.

An den Menschen nichts sagenden Inhalten in der Liturgie gibt es doch genügend. Ich lasse mir da keine schweren Regeln auflegen. Wie lange darf ich jemanden dabei in die Augen schauen (zwei sekunden), darf ich lächeln oder ist ein ernster oder grimmiger blick angemessen, darf ich lachen, darf ich auch zu der formel: der Friede sei mit dir, was anderes sagen? wie z.B. schön, dass ich dich hier sehe???

mein Resümee, es gäbe viele Sachen, die man in der Liturgie verbessern könnte und auch sollte. Für mich gehört der Friedensgruß in die Gestaltungsfreiheit des Einzelnen Kirchgängers. Dem sollten wir doch zutrauen, dass er "verantwortlich" mit der Situation umgeht.

Autor:  Silesia [ 11. August 2011 07:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Ich bin ein Verfechter des Friedensgrußes als liturgischen Gruß des Priesters vom Altar her oder symbolisch der Ministranten oder Diakone und des Priesters untereiannder und auf diese Weise für uns alle.

Ja dann mache mir mal klar, wie man das Gottabbildliche im Menschen liturgisch erreicht? Nämlich sicher (das heißt: "liturgisch rite") nicht direkt von Mensch zu Mensch, denn da könnte es einfach dazwischen nur menscheln, sondern nur über Christus, für dessen Präsenzmöglichkeit - in diesem Falle - die Liturgie zu bürgen hat.

Autor:  Silesia [ 11. August 2011 07:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

So nun gilts für mich die Hochzeitsikone einzupacken und ab geht's zur Hochzeit meiner Ältesten! Ich habe also eine triftige Entschuldigung, mal Pause zu machen von dem elenden PC-Kasten. Demnächst soll ich ein I-Phone bekommen. Dann hänge ich zwar tags über nur noch angeleint an der virtuellem Netzstrippe, aber der Bewegungsraum ist bedeutend größer, freier.

Autor:  Eduard [ 11. August 2011 07:49 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

ja, das schlimmste, was uns alle treffen kann, ist wenn es zwischen Menschen menschelt. Aber nur wenn es menschelt findet eine Begegnung statt. Begegnung gehört zur Eucharistie.
Wir beten gemeinsam, wir singen gemeinsam, wir sind gemeinsam bei der Sache, wir sind gemeinsam andächtig.
Wir sollten doch den Mut und die Größe aufbringen, das Tolle des anderen Menschen auch zu ertragen und zu lieben. Beides kann nur in der Begegnung geschehen. Man könnte es auch Toleranz nennen.

Warum um alles in der Welt, will man das verhindern??

Meine These: durch die begonnenen Regulierungen, wobei mir immer noch niemand sagen wollte, wie reguliert wird, wird die Ausstrahlung der akk noch etwas hölzerner.

Wenn man meint, dadurch mehr Menschen zu motivieren, den Gottesdienst zu besuchen, dann ist doch alles gut. Also, es gibt offenbar nichts wichtigeres als diesen Gruß zu "reformieren"!! Ich finde das einfach lächerlich!!

Autor:  Aldo1 [ 11. August 2011 08:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Eduard hat geschrieben:
ja, das schlimmste, was uns alle treffen kann, ist wenn es zwischen Menschen menschelt. Aber nur wenn es menschelt findet eine Begegnung statt. Begegnung gehört zur Eucharistie.
Wir beten gemeinsam, wir singen gemeinsam, wir sind gemeinsam bei der Sache, wir sind gemeinsam andächtig.
Wir sollten doch den Mut und die Größe aufbringen, das Tolle des anderen Menschen auch zu ertragen und zu lieben. Beides kann nur in der Begegnung geschehen. Man könnte es auch Toleranz nennen.

Warum um alles in der Welt, will man das verhindern??

Meine These: durch die begonnenen Regulierungen, wobei mir immer noch niemand sagen wollte, wie reguliert wird, wird die Ausstrahlung der akk noch etwas hölzerner.

Wenn man meint, dadurch mehr Menschen zu motivieren, den Gottesdienst zu besuchen, dann ist doch alles gut. Also, es gibt offenbar nichts wichtigeres als diesen Gruß zu "reformieren"!! Ich finde das einfach lächerlich!!




Wenn, wie am letzten Sonntag in einer anglikanischen Gemeinde beobachtet, der Priester kreuz und queer durch die Bänke läuft, um einige Leute, die er persönlich gut kennt, zu begrüßen bzw zu umarmen, anderen aber keines Blickes würdigt, schon gar nicht ihm fremden Besuchern, wenn der ganze Zirkus mindestens 5 Minuten dauert, dann läuft etwas falsch und dann IST etwas zu reformieren!

Autor:  Eilike [ 11. August 2011 09:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Eduard hat geschrieben:
Für mich gehört der Friedensgruß in die Gestaltungsfreiheit des Einzelnen Kirchgängers. Dem sollten wir doch zutrauen, dass er "verantwortlich" mit der Situation umgeht.


Und so ist es in unserem Bistum auch.
Mir ist nicht bekannt, dass mehr "reguliert" werden soll.

Eilike

Autor:  Aldo1 [ 11. August 2011 10:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Wenn also in letzter Zeit einige ak Gemeinden die Form des Friedensgrußes in ihrem Gottesdienst verändert haben, wäre es natürlich für alle sehr interessant zu erfahren, WIE der Gruß denn nun verändert wurde.


(nur ganz nebenbei: Interessant, dass dieser Faden einer mit den meisten Zugriffen (über 4.200) in diesem Forum ist.)

Autor:  Aldo1 [ 11. August 2011 10:13 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Aldo1 hat geschrieben:
Eduard hat geschrieben:
ja, das schlimmste, was uns alle treffen kann, ist wenn es zwischen Menschen menschelt. Aber nur wenn es menschelt findet eine Begegnung statt. Begegnung gehört zur Eucharistie.
Wir beten gemeinsam, wir singen gemeinsam, wir sind gemeinsam bei der Sache, wir sind gemeinsam andächtig.
Wir sollten doch den Mut und die Größe aufbringen, das Tolle des anderen Menschen auch zu ertragen und zu lieben. Beides kann nur in der Begegnung geschehen. Man könnte es auch Toleranz nennen.

Warum um alles in der Welt, will man das verhindern??

Meine These: durch die begonnenen Regulierungen, wobei mir immer noch niemand sagen wollte, wie reguliert wird, wird die Ausstrahlung der akk noch etwas hölzerner.

Wenn man meint, dadurch mehr Menschen zu motivieren, den Gottesdienst zu besuchen, dann ist doch alles gut. Also, es gibt offenbar nichts wichtigeres als diesen Gruß zu "reformieren"!! Ich finde das einfach lächerlich!!




Wenn, wie am letzten Sonntag in einer anglikanischen Gemeinde beobachtet, der Priester kreuz und queer durch die Bänke läuft, um einige Leute, die er persönlich gut kennt, zu begrüßen bzw zu umarmen, anderen aber keines Blickes würdigt, schon gar nicht ihm fremden Besuchern, wenn der ganze Zirkus mindestens 5 Minuten dauert, dann läuft etwas falsch und dann IST etwas zu reformieren!



das "queer" mit zwei "e" war ein Tippfehler und nicht beabsichtigt..... :zwinkern2:

Autor:  Eilike [ 11. August 2011 14:26 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Aldo1 hat geschrieben:
Wenn, wie am letzten Sonntag in einer anglikanischen Gemeinde beobachtet, der Priester kreuz und queer durch die Bänke läuft, um einige Leute, die er persönlich gut kennt, zu begrüßen bzw zu umarmen, anderen aber keines Blickes würdigt, schon gar nicht ihm fremden Besuchern, wenn der ganze Zirkus mindestens 5 Minuten dauert, dann läuft etwas falsch und dann IST etwas zu reformieren!


Ja, aber das geht am besten (und fast nur) in der Gemeinde.
Ich hoffe, das bringst Du an Ort und Stelle ins Gespräch; nur dann kannst Du was ändern.
Eilike

Autor:  Eduard [ 11. August 2011 22:16 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Ich bin der Meinung, dass wenn jemand nicht möchte, er oder sie doch nicht am Friedensgruß teilnehmen muss. Ob es ein Zirkus ist?? ich meine eher nein. in dieser dann (freien) Zeit kann er oder sie sich gedanken machen, was er oder sie heute noch unternehmen könnte oder dergleichen.

Die Bezeichnung, andere Leute machen Zirkus, wenn es länger dauert als 5 Minuten, ist a weng arrogant.

Autor:  Aldo1 [ 12. August 2011 07:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

[quote="Eduard"]Ich bin der Meinung, dass wenn jemand nicht möchte, er oder sie doch nicht am Friedensgruß teilnehmen muss. Ob es ein Zirkus ist?? ich meine eher nein. in dieser dann (freien) Zeit kann er oder sie sich gedanken machen, was er oder sie heute noch unternehmen könnte oder dergleichen.



Genau das hatte ich am letzten Sonntag versucht: Nachem ich freundlich allen Leuten um mich herum die Hand gegeben hatte und mir ca. ein Dutzend Leuten aus anderen Teilen der Kirche ebenfalls die Hand gegeben hatten, habe ich mich hingesetzt und in mein Gesangbuch geblickt. Das half aber nichts, denn immer wieder tauchten neue Hände zwischen meinem Gesicht und meinem Gesangbuch auf.....Man kann sich diesem Spektakel offensichtlich nicht entziehen.

Autor:  Eduard [ 12. August 2011 08:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Das ist dann ein Problem, das sehe ich ein.

Autor:  Silesia [ 14. August 2011 20:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: der sogenannte Friedensgruß

Eduard: "in dieser dann (freien) Zeit kann er oder sie sich gedanken machen, was er oder sie heute noch unternehmen könnte oder dergleichen."

Das ist nicht dein Ernst - oder?

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