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John Stott ist gestorben
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Seite 2 von 2

Autor:  Aldo1 [ 31. Juli 2011 09:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: John Stott ist gestorben

JHNewman hat geschrieben:
Daß Du sie als Beleg für Deine oben gemachte Aussage bringst, es gebe einen neuen weltweiten konservativen Block, zu dem Romkatholiken und Evangelikale zählten.

M. E. ist das so nicht richtig, denn die Grenzen sind fließend, es gibt innerhalb der katholischen Kirche traditionalistische, konservative, gemäßigte und liberale Flügel. Ähnliches gilt auch für die Evangelikalen und für alle anderen Kirchen (mit jeweils anderen Gewichtungen).

Es bringt gar nichts, die römisch-katholische Kirche pauschal in eine Ecke stellen und damit dämonisieren zu wollen.




Der Vatikan lässt keine Gelegenheit aus, vor und hinter den Kulissen Lobbyarbeit zu betreiben. Bei seinem Besuch in Deutschland wird Josef Ratzinger mit Vertretern des Verfassungsgerichts sprechen. Warum wohl???

An der Basis gibt es natürlich Katholiken, die liberal und weltoffen sind. Aber die haben keinerlei Einfluss innerhalb der Kirche. Wer nicht stramm auf Linie ist, macht in der RKK keine Karriere und wird ausgegrenzt.

LIberale Evangelikale KANN es eigentlich gar nicht geben, auch wenn einige meinen, sie seien welche. Evangelikal bedeutet (auch) eine mehr oder weniger wörtliche Auslegung der Bibel. Wenn sich einige Evangelikale im Jahre 2011 liberal geben, wie etwa die Hernhuter oder Teile der Methodisten, dann sind sie auf dem Weg zum protestantischen Mainstream. Mann kann dann auch von einem Wandel von einem früheren spirituellen Aufbruch zu einem Verbürgerlichungsprozess hin
sprechen.

Ebenso sind so gut wie alle Moslems davon überzeugt, dass der Koran nicht historisch-kritisch ausgelegt werden darf.

Was also den Fundamentalismus betrifft, gibt es tatsächlich weltweit einen Block von Vatikan, Orthodoxie, Moslemorganisationen und Evangelikalen, die alle die modernen gesellschaftlichen Entwicklungen zurück drängen wollen. Innerhalb der Anglikanischen Kirche ist dieser Kampf ganz offen ausgebrochen.

Autor:  JHNewman [ 31. Juli 2011 10:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: John Stott ist gestorben

Benedikt XVI ist Papst. Warum soll er nicht mit dem Verfassungsgericht sprechen? Was soll das Stattfinden eines solchen Gesprächs beweisen?

Evangelikalismus ist nicht gleichbedeutend mit wörtlicher Schriftauslegung. Eine solche Behauptung ist einfach Unsinn.

Autor:  Pirx [ 31. Juli 2011 12:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: John Stott ist gestorben

Silesia hat geschrieben:
Kirchlich wird eine "moralische" Union der Orthodoxen und der Romkatholiken immer wieder - auch von höchter Ebene - gefordert. Dies "Moraldiktatur" wäre der Schatten einer solchen Union.

Ich fürchte, dass Du mit dem Wort von der "Moraldiktatur" (die ich allerdings auch nicht haben will) die Macht und den Einfluss der Kirchen weit überschätzt.

Tatsächlich ist es doch viel öfter umgekehrt: Es ist inzwischen kaum noch möglich, öffentlich bestimmte christliche Positionen zu äußern, ohne mit massiven, teilweise körperlichen Angriffen rechnen zu müssen. Manchmal hilft youtube. Hier nur ein kleines Beispiel, wie im ach so "toleranten" Berlin die neuen weltoffenen und liberalen SA-Truppen das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit hochachten:

http://www.youtube.com/watch?v=DkfLerDQtd8

Eine Art Diktatur kann ich da schon erkennen, aber alles andere als eine "Moraldiktatur".

Autor:  Silesia [ 31. Juli 2011 12:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: John Stott ist gestorben

Pirx hat geschrieben:
Silesia hat geschrieben:
Kirchlich wird eine "moralische" Union der Orthodoxen und der Romkatholiken immer wieder - auch von höchter Ebene - gefordert. Dies "Moraldiktatur" wäre der Schatten einer solchen Union.

Ich fürchte, dass Du mit dem Wort von der "Moraldiktatur" (die ich allerdings auch nicht haben will) die Macht und den Einfluss der Kirchen weit überschätzt.

Tatsächlich ist es doch viel öfter umgekehrt: Es ist inzwischen kaum noch möglich, öffentlich bestimmte christliche Positionen zu äußern, ohne mit massiven, teilweise körperlichen Angriffen rechnen zu müssen. Manchmal hilft youtube. Hier nur ein kleines Beispiel, wie im ach so "toleranten" Berlin die neuen weltoffenen und liberalen SA-Truppen das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit hochachten:

http://www.youtube.com/watch?v=DkfLerDQtd8

Eine Art Diktatur kann ich da schon erkennen, aber alles andere als eine "Moraldiktatur".


Es ist ja auch nur der VERSUCH ... und der ist im orthodoxen Ländern erfolversprechender. Die Auuforderung geht auch verstärkt von dort aus. Im Übrigen finde ich, das dikriminierende gemeinte oder unterm Strich dikriminierende Äußerungen, Haltungen, Forderungen - egal, wie sie begründet werden - auch Gegenwind bekommen müssen.

Autor:  Aldo1 [ 31. Juli 2011 12:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: John Stott ist gestorben

Pirx hat geschrieben:
Silesia hat geschrieben:
Kirchlich wird eine "moralische" Union der Orthodoxen und der Romkatholiken immer wieder - auch von höchter Ebene - gefordert. Dies "Moraldiktatur" wäre der Schatten einer solchen Union.

Ich fürchte, dass Du mit dem Wort von der "Moraldiktatur" (die ich allerdings auch nicht haben will) die Macht und den Einfluss der Kirchen weit überschätzt.

Tatsächlich ist es doch viel öfter umgekehrt: Es ist inzwischen kaum noch möglich, öffentlich bestimmte christliche Positionen zu äußern, ohne mit massiven, teilweise körperlichen Angriffen rechnen zu müssen. Manchmal hilft youtube. Hier nur ein kleines Beispiel, wie im ach so "toleranten" Berlin die neuen weltoffenen und liberalen SA-Truppen das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit hochachten:

http://www.youtube.com/watch?v=DkfLerDQtd8

Eine Art Diktatur kann ich da schon erkennen, aber alles andere als eine "Moraldiktatur".




Wenn es, wie ein Kommentator zu diesem Video schreibt, tatsächlich so war, dass diese "christlichen" Demonstranten die Steinigung von Frauen und die Tötung von Homosexuellen gefordert haben (was ich nicht weiss), dann hätte man nicht nur die Kreuze, sondern auch noch die "Christen" in die Spree werfen sollen! Vielleicht hätte ein solches erfrischendes Bad die
Köpfe dieser Leute etwas gereinigt.

Autor:  Pirx [ 31. Juli 2011 14:16 ]
Betreff des Beitrags:  Re: John Stott ist gestorben

@Aldo

Du schließt also nicht aus, dass in Berlin regelmäßig genehmigte Demos stattfinden, auf denen Christen öffentlich zum Mord an Frauen und Homosexuellen aufrufen? (Wenn es tatsächlich auch nur annähernd so wäre, dann wäre ich der Erste auf der Gegendemo.)

Vielleicht solltest Du Hilfe für Deine zahlreichen ernsten Probleme nicht in einem öffentlichen Forum suchen ...

respektlose Bemerkung gelöscht.
Ulrich/Mod.

Autor:  Aldo1 [ 31. Juli 2011 19:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: John Stott ist gestorben

JHNewman hat geschrieben:
So ganz unrecht hat Pirx ja nicht. Meines Erachtens hat Aldos extremer Haß gegen die (römisch-)katholische Kirche sehr starke Elemente einer unbewältigten Vergangenheit/persönlichen Geschichte. Sowas ist nie gut...




Doch! Pirx hat Unrecht insoweit, als dass er hier nicht die Leute persönlich beleidigen darf!

Ich erwarte hier eine klare Stellungsnahme des Moderators oder ich werde mich von diesem Forum verabschieden!

Autor:  Ulrich Schürrer [ 31. Juli 2011 21:29 ]
Betreff des Beitrags:  Re: John Stott ist gestorben

Aldo1 hat geschrieben:
Doch! Pirx hat Unrecht insoweit, als dass er hier nicht die Leute persönlich beleidigen darf!



Entsprechende Bemerkung gelöscht. Aus unseren FAQs:

Zitat:
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