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Canterbury und Rom
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Autor:  Eilike [ 20. März 2017 17:21 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Werner hat geschrieben:
Der Petersdom hat eine furchtbare Akkustik. Er ist ja überhaupt ziemlich furchtbar finde ich. Der wurde eindeutig nach dem Motto gebau: Hauptsache möglichst protzig.
Werner


Das sehe ich auch so.
Nun bin ich ohnehin kein Rom-Fan; ich war zweimal da, jedesmal "dienstlich", also als Begleitung von Schüler/innen. Privat würde ich da nicht mehr hinfahren.

Autor:  Werner [ 20. März 2017 18:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Rheinmaus hat geschrieben:
Er ist - ich hab ja nur Bilder gesehen - dennoch sehr schön, vom künstlerischen Standpunkt aus gesehen-. Und heutige Maßstäbe an damalige Bauphilisophe darf man eh nicht anlegen, sonst müssten alle Barockkirchen weg.

Also mir hat er, live und in Farbe, gar nicht gefallen. Ich hatte wirklich den Eindruck, da hat man versucht, möglichst wiel Protz an einer Stelle zu errichten.
Und ich bin ein erklärter Liebhaber von Barockkirchen.

Werner

Autor:  Eilike [ 11. Mai 2017 16:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... t-ungultig

Sage also niemand, Rom sei nicht lernfähig!

Autor:  Rheinmaus [ 11. Mai 2017 16:25 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

noch ist das eine Einzelstimme. Bin gespannt wie das weitergeht. Aber klingt gut....

Autor:  Eilike [ 11. Mai 2017 20:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Rheinmaus hat geschrieben:
noch ist das eine Einzelstimme

Stimmt.

Rheinmaus hat geschrieben:
Bin gespannt wie das weitergeht.

Ich auch.

Autor:  JHNewman [ 12. Mai 2017 12:19 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Ich denke, dieser Kardinal äußert im wesentlichen die Haltung von Papst Franziskus. Die Frage der Anerkennung der geweihten Frauen in den Kirchen der Anglican Communion stellt natürlich aus römischer Sicht ein Hindernis dar. Aber nachdem Papst Benedikt in dieser Frage ganz unbeweglich war, ist es sehr erfreulich, dass es jetzt wieder Bewegung gibt.

Autor:  Werner [ 16. Mai 2017 10:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Ich weiß nicht, was der olle Leo in der Diskussion immer soll.
Gut, der hat Anno Dunnemalen festgestellt, dass die anglikanischen Weihen ungültig sind. Aber das sagt doch rein gar nichts über die anglikanischen Weihen heute aus.

Werner

Autor:  JHNewman [ 16. Mai 2017 10:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Wenn die Sukzessionslinie einmal unterbrochen ist, dann ist sie unterbrochen. Das war die Behauptung Leos.

Autor:  Eilike [ 16. Mai 2017 12:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Werner hat geschrieben:
Ich weiß nicht, was der olle Leo in der Diskussion immer soll.Gut, der hat Anno Dunnemalen festgestellt, dass die anglikanischen Weihen ungültig sind. Aber das sagt doch rein gar nichts über die anglikanischen Weihen heute aus.Werner

Da verkennst du aber einen wichtigen rk.-kath. Grundsatz: Kein späterer Papst kann etwas lehren, was der Aussage eines früheren widerspricht. (Bestes aktuelles Beispiel ist die Frage der Frauenordination.)

Autor:  Werner [ 16. Mai 2017 17:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Eilike hat geschrieben:
Werner hat geschrieben:
Ich weiß nicht, was der olle Leo in der Diskussion immer soll.Gut, der hat Anno Dunnemalen festgestellt, dass die anglikanischen Weihen ungültig sind. Aber das sagt doch rein gar nichts über die anglikanischen Weihen heute aus.Werner

Da verkennst du aber einen wichtigen rk.-kath. Grundsatz: Kein späterer Papst kann etwas lehren, was der Aussage eines früheren widerspricht. (Bestes aktuelles Beispiel ist die Frage der Frauenordination.)

Es muss ja auch keiner lehren, dass die anglikanischen Weihen 1898 doch gültig waren.
Aber warum müssen sie heute noch ungültig sein? Die Sukzession ist doch längst über die Utrechter linie neu hergestellt, falls sie 1898 tatsächlich unterbrochen gewesen sein sollte.
Der entscheidende Punit ist doch, dass eine Aussage wie die Leos immer nur zeitbezogen sein kann, er hat ja nicht verkündet, dass anglikanische Weihen per se und immer ungültig sein müssen.
Er hat 1898 festgestellt: "Heute (1898) sind sie nicht gültig". Inzwischen sind wir aber 120 Jahre weiter, und da ist viel passiert.

Werner

Autor:  Eilike [ 16. Mai 2017 18:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Das ist sicher eine interessante Frage, warum das röm. Lehramt nicht längst auf die Mitwirkung alt-katholischer Bischöfe bei anglikanischen Bischofsweihe aufmerksam wird und diese berücksichtigt.
Daran hatte ich selbst noch wenig gedacht.

Autor:  JHNewman [ 17. Mai 2017 09:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Ich denke, das hat nachvollziehbare Gründe. Man wird in Rom nicht öffentlich machen, dass es valide Weihen und Sakramente 'bei der Konkurrenz' gibt. Das Thema der alt-katholischen Weihen übergeht man daher mit Schweigen. Und die Anglikaner wären zahlenmäßig natürlich eine nennenswerte Größe. Da will man sicher keine schlafenden Hunde wecken...

Eine gründliche Untersuchung der Frage müsste heute zu gänzlich anderen Ergebnissen kommen. Legte man die Kriterien, die Leo XIII seinerzeit an die anglikanischen Weihen anlegte, an die römischen Liturgien seit der Reform an (und auch an ältere römische Liturgien), wären diese ebenfalls ungültig. Und die Verflechtung von anglikanischen und alt-katholischen Weihelinien würde auch den materiellen Aspekt der anglikanischen Weihen heute ganz anders darstellen.

Autor:  Vanni145 [ 17. Mai 2017 16:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Ich finde diese römisch-katholische Kirche mehr und mehr ermüdend..
Die Beschäftigung mit dieser Kirche sollte gar nicht so hoch aufgehängt werden.

Autor:  Rheinmaus [ 17. Mai 2017 17:19 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Sie ist nicht ermüdend, sie ist verliebt in Traditionen die nur sehr langsam hinterfragt werden. Wenn jetzt langsam Bewegung in die Sache kommt ist das nicht ermüdend sondern erfrischend. Man muss einfach anerkennen dass es nicht imemr so ein Sprung sein kann wie das 2. Vatikanum

Autor:  JHNewman [ 18. Mai 2017 09:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Canterbury und Rom

Diese unsägliche Entscheidung zu den anglikanischen Weihen steht ja nicht allein. Sie ist Ausdruck eines völlig verfehlten Kurses, den die römische Kirche im 19. Jahrhundert eingeschlagen hat - schreiendstes Beispiel sind die Papstdogmen. Das hat Auswirkungen bis heute und im Grunde genommen hat auch die Korrktur, die mit dem 2. Vatikanum vorgenommen wurde, das Problem nicht gelöst. Denn jetzt stehen sich sich zwei Fronten gegenüber, die Verfechter von Vat I und die von Vat II. Und beide sind sehr unversöhnlich. Wobei schizophrenerweise die Verfechter von Vat I natürlich die Rechtmäßigkeit von Vat II gerade aufgrund der Papstdogmen gar nicht anzweifeln KÖNNEN. Denn wenn der Papst einen Lehr- und Jurisdiktionsprimat hat, dann ist die Liturgiereform nach dem VatII sein gutes Recht und kann aufgrund von Vat I gar nicht kritisiert werden. Die römische Kirche hat sich also in eine Art Selbstwiderspruch gebracht, der gar nicht mehr aufzulösen ist und den wir in den enlosen Flügelkämpfen der letzten Jahre sehen.

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