Mensch und Kirche

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BeitragVerfasst: 8. März 2007 16:40 
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Quelle: http://huk.org/texte/anglikaner-daressa ... e-2007.htm

Original: http://www.anglicancommunion.org/acns/a ... ns4253.cfm


Ultimatum der anglikanischen leitenden Bischöfe an die Episcopal Church der USA

Aus dem Abschlußkommunique der leitenden Bischöfe der anglikanischen Kirche, Daressalam 2007


Der folgende Text ist die (inoffizielle) Übersetzung eines wesentlichen Teils des Abschluss-Kommuniques vom Treffen der leitenden Bischöfe ("Primates") der verschiedenen Kirchen der weltweiten anglikanischen Kirchengemeinschaft (drittgrößte christliche Kirchengemeinschaft weltweit, 77 Millionen Menschen). In den letzten Jahren hatte sich erheblicher Konfliktstoff angesammelt zwischen Kirchen in Nordamerika (insbesondere der Episcopal Church der USA, aber auch der Anglikanischen Kirche in Kanada) und anderen Kirchen und Kirchenführern sowie konservativen Minderheiten (einzelne Diözesen, einzelne Gemeinden) innerhalb der Episcopal Church. Das Thema "Wie begegnet die Kirche ihren homosexuellen Gliedern, einschließlich derer in der Pfarrerschaft?" spielte dabei eine ganz wesentliche Rolle, vor allem seit der Wahl und Bestätigung eines offen schwulen Mannes (Gene Robinson) als Bischof der Diözese New Hampshire (2003) und der Wahl eine Frau (Katherine Jefferts Schori) als "Presiding Bishop" (Leitende Bischöfin) der Episcopal Church (2006). Sie ist die erste Frau in einer solchen Funktion, und sie hatte die Bestätigung von Gene Robinson aktiv unterstützt. Außerdem hatte es Vorwürfe wegen der Duldung von Segnungen für homosexuelle Paare gegeben.

Der volle, offizielle Text (englisch) des Abschluss-Kommuniques des Treffen der leitenden Bischöfe steht auf einer Webseite der anglikanischen Kirchengemeinschaft sowie auf einer Webseite der Episcopal Church der USA.

Übersetzung: Reinhold Weicker, 6. März 2007


Das Kommuniqué vom Treffen der leitenden Bischöfe [der anglikanischen Gemeinschaft] in Daressalam
19th February 2007

1. Wir, die Leitenden Bischöfe ("Primates") und Moderatoren der anglikanischen Gemeinschaft, trafen uns für gemeinsame Konsultationen und Gebete in Daressalam vom 15. bis zum 19. Februar 2007, auf Einladung des Erzbischofs von Canterbury und als Gäste des Leitenden Bischofs von Tanzania, Erzbischof Donald Leo Mtetemela. Das Treffen fand statt in einer Atmosphäre des gegenseitigen Wohlwollens; die leitenden Bischöfe trafen sich, um zusammen nach dem Willen Gottes für das zukünftige Leben der Gemeinschaft zu suchen. Wir sind dankbar für die Gastfreundschaft und die Großzügigkeit von Erzbischof Donald und der Mitglieder seiner Kirche, von denen viele hart gearbeitet haben, um unseren Besuch angenehm und bequem zu machen, einschließlich der Reise nach Sansibar am Sonntag.

2. - 8. ...

Nachverfolgen des Windsor Reports

9. Seit den umstrittenen Ereignissen von 2003 waren wir mit der Realität wachsender Spannungen im Leben der anglikanischen Gemeinschaft konfrontiert - Spannungen, die so tief sind, dass das Gewebe unseres gemeinsamen Zusammenlebens zerrissen wurde. Der "Windsor-Bericht" von 2004 beschreibt die Gemeinschaft als an einer "Krankheit" leidend. Die "Krankheit" kommt von einem Zusammenbruch des Vertrauens und der gegenseitigen Anerkennung als glaubende Jünger Christi, was unter den ersten Früchten unserer Gemeinschaft in Christus und miteinander sein sollte.

10. Der Windsor-Bericht identifizierte zwei Bedrohungen für unser gemeinsames Leben: Erstens, gewisse Entwicklungen im Leben und im Dienst der Episcopal Church [in den USA] und der Anglikanischen Kirche von Kanada, die den Standard der Lehre über menschliche Sexualität herausforderten, die in der Lambeth-Resolution 1.10 von 1998 artikuliert ist; zweitens, Interventionen im Leben dieser Kirchenprovinzen, die entstanden sind als Reaktion auf dringende pastorale Notwendigkeiten, die einige leitende Bischöfe wahrnahmen. Der Windsor-Bericht sah keine "moralische Äquivalenz" zwischen diesen beiden Ereignissen, da die Grenzen-übergreifenden Interventionen entstanden sind aus einer tiefen Sorge für die Wohlfahrt der Anglikaner im Angesicht von Neuerungen. Trotzdem sind beides, Neuerungen und Interventionen, zentrale Faktoren, die Spannungen auf unser gemeinsames Leben legen. Der Windsor-Bericht erkannte dies (TWR, Abschnitt D) und lud die für die Gemeinsamkeit Verantwortlichen [1] ein, nach einem Moratorium für solche Aktionen zu rufen.

11. Was während dieser Periode sehr klar war, ist, dass die Lambeth-Resolution 1.10 von 1998 der Standard der Lehr ist, der im Windsor-Bericht vorausgesetzt wird und von dem aus die Leitenden Bischöfe arbeiten. Der Bericht wiederholt die traditionelle Lehre der christlichen Kirche, dass "in der Lehre der Schrift, [die Konferenz] ihr Festhalten an de, Vertrauen in die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau in lebenslanger Gemeinschaft aufrecht erhält, und dass sie glaubt, Abstinenz ist richtig für die, die nicht zur Ehe berufen sind", und er wendet dies auf verschiedene Gebiete an, die weiter unten ausgeführt sind. Die Leitenden Bischöfe haben diese Lehren in allen ihren Treffen der neueren Zeit [3] wiederholt, und sie haben klargestellt, wie eine Änderung in der formellen Lehre einer Provinz eine Abweichung von dem Standard bedeuten würde, der von der Gemeinschaft als Ganzem aufrechterhalten wird.

12. Bei unserem letzten Meeting in Dromantine haben die leitenden Bischöfe gewisse Aktionen gefordert, um die Situation in unserem gemeinsamen Leben anzusprechen, und um die Herausforderungen anzusprechen, die durch neuere Entwicklungen hervorgerufen worden waren. Jetzt, in Daressalam, mussten wir unsere Aufmerksamkeit auf den Fortschritt richten, der gemacht worden war.

Der Prozess des Zuhörens

13. Die Lambeth-Resolution 1.10 verpflichete die Kirchenprovinzen, "auf die Erfahrungen homosexueller Personen zu hören" und rief "alle unsere Leute dazu auf, seelsorgerlich und sensibel allen zu dienen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, und irrationale Furcht vor Homosexuellen zu verurteilen". Der Beginn dieses Prozesses des Zuhörens wurde formell durch die leitenden Bischöfe in Dromantine gefordert, er wurde gestartet in [der Resolution] ACC-13. Wir erhielten einen Bericht von Canon [Diözesanrat] Philip Groves, dem Leiter des Gesprächsprozesses, über den Fortschritt seiner Arbeit. Wir wollen diese Arbeit bestätigen, bei der verschiedene Forschungsstudien, Erklärungen und anderes Material aus den Kirchenprovinzen zusammengetragen werden. Wir freuen uns darauf, dass dieses Material in der ganzen Gemeinschaft zum Studium und zum Nachdenken stärker verfügbar gemacht wird, und auf die Vorbereitung von Material, das den Bischöfen bei der Lambeth-Konferenz 2008 helfen soll.

14. - 16. ...

Die Episcopal-Kirche [der USA]

17. Ein Herzstück unserer Spannungen ist der Glaube, dass die Epicolpal-Kirche [5] von dem Standard der Lehre über menschliche Sexualität abgewichen ist, die von der Gemeinschaft in der Lambeh-Resolution 1.10 von 1998 angenommen wurde. Dies geschah dadurch, dass der Wahl eines Kandidaten zum Bischof zugestimmt wurde, der in einer verpflichtenden gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt, und dadurch, dass Segensriten für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften zugelassen wurden. Der bischöfliche Dienst einer Person, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt, ist für die Mehrheit der Gemeinschaft nicht akzeptabel.

18. Im Jahr 2005 baten die leitenden Bischöfe die Episcopal-Kirche, spezifische Forderungen zu erwägen, die der Windsor-Report gemacht hatte [6]. Am ersten Tag des jetzigen Treffens hatten wir Mitglieder des ständigen Ausschusses des anglikanischen Exekutiv-Kommittees bei uns, als wir die Antworten betrachteten, die die 75. Generalversammlung [der Episcopal-Kirche] gegeben hatte. Dies ist das erste Mal, dass wir den ständigen Ausschuss bei einem Treffen der leitenden Bischöfe dabei hatten, und wir begrüßen und empfehlen den Geist engerer Kooperation zwischen diesen für die Gemeinsamkeit verantwortlichen Gremien.

19. Wir sind dankbar für den umfassenden und klaren Bericht, der von dem gemeinsamen ständigen Ausschuss in Auftrag gegeben wurde. Wir hörten von der leitenden Bischöfin und von drei anderen Bischöfen [7], die unterschiedliche Perspektiven innerhalb der Episcopal-Kirche repräsentieren. Jede und jeder sprach mit Leidenschaft über ihr bzw. sein Verständnis der Probleme, denen die Episcopal-Kirche gegenübersteht, und über mögliche Wege vorwärts. Jede(r) der vier, in seiner eigenen Weise, sah auf die leitenden Bischöfe als mögliche Hilfe für die Episcopal-Kirche. Wir sind dem Erzbischof von Canterbury dankbar, dass er uns ermöglicht hat, direkt diese Bandbreite der Ansichten zu hören.

20. Wir glauben, dass mehrere Faktoren zusammen betrachtet werden müssen. Erstens: Die Episcopal-Kirche hat die Empfehlungen des Windsor-Reports ernst genommen, und wir drücken unseren Dank aus für die Überlegungen der 75. Generalversammlung [dieser Kirche].

21. Trotzdem, zweitens: Wir glauben, dass ein Mangel an Klarheit bezüglich des Standpunktes der Episcopal-Kirche bleibt, insbesondere bezüglich ihrer Position, was die Autorisierung für Segnungsriten für Personen betrifft, die in gleichgeschlechtlicher Gemeinschaft leben. Es scheint uns eine Inkonsistenz zu bestehen zwischen der Position der Generalversammlung und dem, was örtliche pastorale Praxis ist. Wir nehmen wahr, dass die Generalversammlung keine Resolution über solche Riten verabschiedet hat und dass sie tatsächlich Resolutionen nicht weiter verfolgt hat, die, wenn sie verabschiedet worden wären, zur ihrer Entwicklung und Autorisierung geführt hätten. Trotzdem haben wir den Eindruck, dass es an einigen Orten eine örtliche pastorale Praxis solcher Segnungen gibt. Es ist die zweideutige Haltung der Episcopal-Kirche, die unter uns Sorgen verursacht.

22. Der Standard der Lehre, der in Resolution 1.10 der Lambeth-Konferenz von 1998 festgestellt wurde, hat versichert, dass die Konferenz "nicht die Legitimierung oder die Segnung von gleichgeschlechtlichen Gemeinschaften empfehlen kann". Die leitenden Bischöfe stellten in ihrem pastoralen Brief vom Mai 2003 fest:

"Der Erzbischof von Canterbury hat für uns alle gesprochen, als er sagte, dass wir durch die Liturgie das ausdrücken, was wir glauben, und dass es keinen theologischen Konsens über gleichgeschlechtliche Gmeinschaften gibt. Deshalb können wir als kirchliches Gremium die Autorisierung solcher Riten nicht unterstützen.".

23. Außerdem glauben einige von uns, dass die Resolution B033 der 75. Generlversammlung [8] nicht die Versicherung ausspricht, die im Windsor-Report gefordert worden war.

24. Die Antwort der Episcopal-Kirche auf die Forderungen, die in Dromantine gemacht wurden, hat dieses Treffen nicht überzeugt, dass wir schon in einer Position sind, feststellen zu können, dass die Episcopal-Kirche ihre gebrochenen Beziehungen repariert hat.

25. Es ist auch klar, dass eine beträchtliche Anzahl von Bischöfen, von Priestern und von Laien in der Episcopal-Kirche sich den Vorschlägen des Windsor-Reports und dem Standard der Lehre, der darin vorausgesetzt wird (siehe Paragraph 11) verpflichtet fühlt. Diese gläubigen Menschen empfinden großen Schmerz über das, was sie als Versagen der Episcopal-Kirche wahrnehmen, die Vorschläge von Windsor voll anzunehmen. Sie sind bestrebt, einen Weg zu finden, um in gläubiger Gemeinschaft mit der anglikanischen Gemeinschaft zu verbleiben. Sie glauben, dass sie die Freiheit haben sollten, diesen Ausdruck anglikanischen Glaubens zu praktizieren und zu leben, den sie für wahr halten. Wir sind tief besorgt, dass die Entfremdung zwischen einigen Gläubigen und der Episcopal-Kirche so groß ist, dass dies zu Gegenbeschuldigungen, Feindschaft und sogar zu Auseinandersetzungen vor Zivil-Gerichten geführt hat.

26. Die Interventionen von einigen von uns und von Bischöfen aus einigen Kichenprovinzen, gegen die explizite Empfehlungen des Windsor-Berichts, haben diese Situation verschärft. Außerdem haben die leitenden Bischöfe, die diese Interventionen unternommen haben, nicht das Gefühl, dass es richtig sei, diese Interventionen zu beenden, bevor nicht klar wird, dass genügend Vorsorge für das Leben dieser Personen getroffen worden ist.

27. Was die Sache noch komplizierter macht, ist, dass eine Reihe von Diözesen, oder ihre Bischöfe, angezeigt haben, dass sie, aus unterschiedllichen Gründen, in ihrem Gewissen nicht die Leitungsfunktion der leitenden Bischöfin der Episcopal-Kirche akzeptieren können, und dass sie den Erzbischof von Canterbury und die leitenden Bischöfe gebeten haben, für einen irgendwie gearteten alternativen leitenden Dienst Sorge zu tragen. Gleichzeitig erkennen wir an, dass die leitende Bischöfin ordnungsgemäß gewählt worden ist, in Übereinstimmung mit der Verfassung und den Regeln der Episcopal-Kirche, die respektiert werden müssen.

28. Diese pastoralen Notwendigkeiten, zusammen mit den Forderungen derer, die Präsentationen gegenüber diesem Treffen gemacht haben, haben und dazu bewogen, zu überlegen, wie die leitenden Bischöfe zur Heilung und zur Versöhnung innerhalb der Episcopal-Kirche und darüber hinbaus beitragen können. Wir glauben, dass es eine Tragödie wäre, wenn die Episcopal-Kirche auseinanderbrechen würde, und wir haben uns vorgenommen, alles, was wir können, zu tun, um ihr Leben zu bewahren und aufrecht zu erhalten. Während wir solche Prozesse unterstützen mögen, muss doch die Änderung und Entwicklung, die nötig ist, innerhalb des Lebens [dieser Kirche] selbst erzeugt werden.

Die Zukunft

29. - 34. ... [Schritte zu einer Verfassung ("Covenant") der Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft]

35. Unsere Diskussionen haben uns in eine detaiiliertere Antwort hineingezogen, als wir sie zu Anfang unseres Treffens für notwendig gehalten hätten. Aber so ist eben der Auftrag, der uns auferlegt ist, in der Kirche Christi Versöhnung zu suchen, dass wir ermutigt wurden, eine Reihe von Empfehlungen zu machen. Wir haben diese in einem Zeitplan zu dieser Erklärung zusammengefasst Wir bieten diese Empfehlungen der größeren Gemeinschaft an, insbesondere der Kammer der Bischöfe in der Episcopal-Kirche, in der Hoffnung, dass sie uns befähigen werdn, zusammen einen Weg vorwärts zu finden für die Zeitspanne bis zu einer Beendigung des Vertrags-Prozesses. Wir hoffen auch, dass die Vorkehrungen dieses pastoralen Schemas bedeuten, dass keine weiteren Interventionen nötig sein werden, da Bischöfe innerhalb der Episcopal-Kirche selbst für den nötigen zusätzlichen bischöflichen Dienst sorgen werden.

Weitere Anwendbarkeit

36. Die leitenden Bischöfe sehen, dass pastorale Notwendigkeiten, wie sie hier betrachtet wurden, sich nicht auf die Episcopal-Kirche alleine beschränken. Solche pastoralen Notwendigkeiten treten auch nicht allein im Zusammenhang mit Fragen der menschlichen Sexualität auf. Die leitenden Bischöfe glauben, dass solange, bis eine Verfassung für die anlikanische Gemeinschaft gesichert ist, es für die für die Gemeinsamkeit Verantwortlichen angebracht sein mag, dieses oder ein ähnliches Schema auch in anderen Zusammenhängen zu fordern, wenn dringende pastorale Notwendigkeiten entstehen sollten.

Schluss

37. Während dieses Treffens haben die leitenden Bischöfe für die Heilung und die Einheit der anglikanischen Gemeinschaft gearbeitet und gebetet. Wir beten auch, dass die anglikanische Gemeinschaft in ihrer Jüngerschaft und ihrem Auftrag, das Evangelium zu verkünden, erneuert werde. Wir sehen ein, dass wir mit Sachverhalten gerungen haben, die schwierig sind und Anstrengung erfordern, und wir empfehlen die Ergebnisse unserer Überlegungen den Gebeten der Menschen. Wir unterschätzen nicht die Schwierigkeiten und die Selbsterforschung, die unsere Vorschläge verursachen werden, aber glauben, dass eine Verpflichtung auf die Wege vorwärts, die wir vorschlagen, Heilung und Versöhnung über die ganze Gemeinschaft hinweg bringen können.

Anmerkungen

[1] Nämlich: Den Erzbischof von Canterbury, die Lambeth-Konferenz, den anglikanischen Konsultativrat und das Treffen der Leitenden Bischöfe.

...

[3] Gramado, Mai 2003; Lambeth, Oktober 2003; Dromantine, Februar 2005.

...

[6] (1) Die Episcopal-Kirche (USA) wird gebeten, ihr Bedauern darüber auszudrücken, dass die gegenseitigen liebevollen Bindungen gebrochen wurden, in den Ereignissen um die Wahl und die Weihe eines Bischofs für die Diözese New Hampshire, und dass ein solches Bedauern das Bestreben der Episcopal-Kirche (USA) anzeigen würde, in der Gemeinschaft zu bleiben;
(2) Die Episcopal-Kirche (USA) wird gebeten, ein Moratorium eintreten zu lassen vor einer erneuten Wahl und Bestätigung der Weihe eines jeden Kandidaten für das Bischofsamt, der in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt, bis ein neuer Konsens in der anglikanischen Gemeinschaft entsteht. (TWR §134)
(3) Wir rufen nach einem Moratorium für alle solchen öffentlichen Riten und empfehlen, dass Bischöfe in den Vereinigten Staaten und in Kanada, die solche Riten erlaubt haben, aufgefordert werden, ihr Bedauern darüber auszusprechen, dass die angemessene Zurückhaltung bei den die gegenseitigen liebevollen Bindungen durch eine solche Erlaubnis verletzt wurde. (TWR §144)
Eine vierte Forderung hat sich durch eine Präsentation der Episcopal-Kirche erledigt, die bei [der Zusammenkunft] ACC-13 in Nottingham, UK, 2005 gemacht wurde.

[7] Bischof Robert Duncan, Bischof von Pittsburgh und Moderator des Netzwerks anglikanischer Diözesen und Gmeinden; Bischof Christopher Epting, Beauftragter für ökumenische Fragen in der Episcopal-Kirche; Bischof Bruce McPherson, Bischof von Western Louisiana, Präsident des Beratergremiums der leitenden Bischöfin, und ein Mitglied der "Camp Allen" Bischöfe.

[8] Beschrieben und diskutiert im Bericht der Untergruppe "Gemeinschaft", der bei der Versammlung präsentiert wurde.

Zeitplan

... [Verschiedene Einzelheiten] ...

Zur Klarstellung der Antwort auf Windsor

Die leitenden Bischöfe erkennen die Ernsthaftigkeit an, mit der sich die Episcopal-Kirche mit den Forderungen des Windsor-Reports befasst hat, wie sie der Kirche von den leitenden Bischöfen bei ihrem Treffen in Dromantine übermittelt wurde. Sie schätzen und akzeptieren die Entschuldigung und die Bitte um Vergebung, die vorgebracht wurde [4]. Sie würdigen zwar die Aktionen der 75. Generlversammlung, die in einigem den Windsor-Rport und seine Empfehlungen bekräftigen, bedauern aber tief einen Mangel an Klarkeit in einigen dieser Antworten.

Insbesondere verlangen die leitenden Bischöfe, über die leitende Bischöfin [der Episcopal-Kirche], dass die Kammer der Bischöfe der Episcopal-Kirche

1. eine eindeutige gemeinsame Zusicherung macht, dass die Bischöfe nicht irgendwelche Segnungsriten für gleichgeschlechtliche Gemeinschaften in ihren Diözesen oder durch die Generalversammlung erlauben (siehe TWR, §143, 144); und
2. bestätigt, dass die Verabschiedung von Resolution B033 der 75. Generalversammlung bedeutet, dass ein Kandidat für ein Bischofsamt, der in einer gleichgeschlechtlichen Gemeinschaft lebt, nicht die notwendige Zustimmung erhalten wird (siehe TWR, §134); es sei denn, dass sich eine neue Übereinstimmung über diese Themen in der ganzen [anglikanischen] Gemeinschaft herausbildet (siehe TWR, §134).

Die leitenden Bischöfe verlangen, dass die Antwort der Kammer der Bischöfe ihnen durch die leitende Bischöfin bis 30. September 2007 übermittelt wird.
Falls die Versicherungen, die von der Kammer der Bischöfe verlangt werden, nicht in gutem Gewissen gegeben werden können, verbleibt die Beziehung zwischen der Episcopal-Kirche und der anglikanischen Gemeinschaft bestenfalls beschädigt, und dies hat Konsequenzen für die volle Teilnahme der Kirche im Leben der Gemeinschaft.

Zu Streitigkeiten über Kirchenbesitz

Die leitenden Bischöfe bitten die Vertreter der Episcopal-Kirche und der Gemeinden, in denen es Auseinandersetzungen über Kirchenbesitz gibt, dringend, in dieser Situation alle rechtlichen Schritte vorläufig einzustellen. Wir bitten auch alle Parteien dringend, zu versichern, dass keine Schritte unternommen werden, Kirchenbesitz der Episcopal-Kirche ohne ihre Zustimmung anderweitig zuzuordnen, oder die Nutzung solchen Besitzes durch diese Gemeinden zu versagen.

Anmerkungen

[1] - [3] ...

[4] Beschluss: Die 75. Generalversammlung der Episcopal-Kirche ist sich der "Buße, Vergebung, und Versöhnung" bewusst, "die uns durch Christus auferlegt ist" (Windsor-Rport, Paragraph 134), sie bringt ihr Bedauern zum Ausdruck darüber, dass die Bande der Zuneigung in den Ereignissen der Generalversammlung von 2003 und danach strapaziert wurden; sie bietet ihre ehrliche Entschuldigung an, an die innerhalb der anglikanischen Gemeinschaft, die verletzt sind durch unser Unvermögen, genügend Gewicht einzuräumen, welche Auswirkungen unsere Aktionen auf unsere Kirche und andere Teile der Gemeinschaft haben; sie bittet um Vergebung, während wir danach suchen, in tieferer Gemeinschaft miteinander zu leben. Die Untergruppe Gemeinschaft ("Communion") fügte den Kommentar hinzu: "Diese Worte wurden nicht leichtfertig gesprochen, und sie sollten nicht leichtfertig entgegengenommen werden." [/i]


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BeitragVerfasst: 8. März 2007 18:01 
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Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es für die AKK keinen Grund gibt, sich in diesen Streit hineinziehen zu lassen. Die Ursache des Steites ist darin begründet, dass es sich bei der Anglikanischen Kirche um eine weltumspannende Kirche handelt mit Provinzen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Um diese Weltgemeinschaft zusammenzuhalten, ist Klugheit erforderlich. So gesehen ist die Haltung des Erzbischofs von Canterbury der goldene volkskirchliche Mittelweg; hier geht es um nichts anderes als um KirchenPOLITIK!

Die Alt-Katholiken sollten sich aus dieser KirchenPOLITIK heraushalten und sich mit Problemen in ihren eigenen Ländern beschäftigen.
Für die AKK ist es jedenfalls ausgeschlossen, sich irgendwelche hinterwäldlerische Positionen zum Thema menschliche Sexualität aufzwängen zu lassen. Hinter humanwissenschaftliche Erkenntnisse des 20. und 21. Jahrhunderts darf es für Alt-Katholiken keinen Weg zurück geben.

Im übrigen zeigt sich gerade an der Haltung der Afrikaner, dass es bei dem Thema Homosexualität schlichtweg um dumpfe Vorurteile von nicht-aufgeklärten Leuten geht.
Wenn afrikanische Männer sich mehrere Frauen gleichzeitig halten, dann drückt Herr Akinola beide Augen zu.....


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BeitragVerfasst: 9. März 2007 16:25 
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Gerade habe ich einen Artikel in der letzten Ausgabe des "Spiegels" gelesen:

Der Staatspräsident(!) von Gambia höchstpersönlich heilt jetzt in diesem Land die Aidskranken!

Dafür schmiert er sie mit einer grünen Paste ein und wedelt mit dem Koran über deren Körper. Danach GARANTIERT er ihnen, dass sie kein Aids mehr haben werden. Voraussetzung ist allerdings, dass keine Medikamente gegen das Virus mehr eingenommen werden dürfen. Das gesamte Land und die Presse bejubelt ihn als großen Mediziner. Wer Kritik übt wie einige Europäer, muss das Land binnen 48 Stunden verlassen....Der Vizepräsident hat mit einer HIV-infizierten Frau geschlafen. Er verkündet aber jetzt in der Öffentlichkeit, dass das kein Problem gewesen sei, da er sich ja hinterher geduscht habe...

In Südafrika bezweifelt Ministerpräsident Mbeki nach wie vor, dass HIV die Ursache von Aids ist...

Die Äußerungen von Akinola und anderen anglikanischen Bischöfen in Kenia, Uganda usw liegen auf demselben Niveau!


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BeitragVerfasst: 13. März 2007 03:50 
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Canada Anglican leaders promote same-sex blessings

Randall Palmer
Reuters

Monday, March 12, 2007

OTTAWA — No core Anglican doctrines should prevent the blessing of same-sex unions, Canadian Anglican leaders said in a decision that could set their church on a collision course with the global Anglican Communion.

The decision Sunday strengthens the alignment of the Anglican Church of Canada with the U.S. Episcopal Church against attempts by the broader Anglican Communion to fight same-sex marriage and the ordination of homosexual clergy.

The worldwide church has asked the Anglican Church of Canada to put a moratorium on blessing homosexual unions, but the Canadian church's Council of General Synod agreed on Sunday to present a resolution that said "the blessing of same-sex unions is consistent with the core doctrine of the Anglican Church of Canada."

The resolution will be submitted to this June’s triennial General Synod, the Canadian Anglicans' highest decision-making body. The council that decided on this on the weekend runs ecclesiastical policy in between synod meetings.

Archbishop Andrew Hutchison, head of the Canadian church and one who favours same-sex blessings, said he recognized the possibility of an Anglican schism.

"Of course I do," he told Reuters on Monday. "It's a real risk."

He said his church faced the difficulty of balancing its role within broader Canadian society "where homosexuality is part of the human landscape," as well as trying to be sensitive to the many branches of the Anglican church opposed to it.

Canada's Parliament legalized gay marriage last year, though churches are not obliged to conduct same-sex ceremonies.

For the past several years the Anglican Communion has taken the U.S. and Canadian branches to task over their practices, with the conservative Anglican churches — notably in Africa, Asia and Latin America — threatening to sever ties.

Meeting in Tanzania last month, Anglican leaders gave the U.S. Episcopal Church a September deadline to stop blessing same-sex unions.

The British Columbia diocese of New Westminster has also been blessing same-sex unions, but the Tanzania meeting did not single out the Anglican Church of Canada this time because it was still in the process of deciding its national position.

"The primates (archbishops globally) have made it quite clear that they're not going to tolerate this," said retired Canadian Bishop Donald Harvey, head of the Anglican Network in Canada, which is seeking a return to orthodoxy.

"We would be extremely concerned as to what the future would be," he said of any synodical decision to endorse same-sex blessings.

http://www.canada.com/nationalpost/news ... 5b56cd&k=0


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BeitragVerfasst: 21. März 2007 08:42 
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http://episcopalmajority.blogspot.com/2 ... tions.html

Tuesday, March 20, 2007
Bishops Adopt Three Resolutions

Bishops Respond to the Tanzania Communiqué

Episcopal News Service has posted this story, reporting that the House of Bishops today adopted three "mind of the house" resolutions regarding the current difficulties within the Anglican Communion. Full texts of the three resolutions are available here.

The first resolution is addressed to the Episcopal Church's Executive Council. In it, the House of Bishops "affirms its desire that The Episcopal Church remain a part of the councils of the Anglican Communion" and "pledges itself to continue to work to find ways of meeting the pastoral concerns of the Primates that are compatible with our own polity and canons."

The resolution also declares that "the House of Bishops believes the Pastoral Scheme of the Dar es Salaam Communiqué of February 19, 2007 would be injurious to the polity of the Episcopal Church and urges that the Executive Council decline to participate in it."

On cursory reading, we note that the bishops seem to be deferring to the Executive Council as the duly authorized body to speak for the General Convention between GC meetings. This is in contrast to the hopes of some people that the bishops would unilaterally implement the demands of the primates meeting in Tanzania.

In the second resolution, the bishops express "our passionate desire to remain in full constituent membership in both the Anglican Communion and the Episcopal Church" and an urgent need for us to meet face to face with the Archbishop of Canterbury and the members of the Primates' Standing Committee." The bishops invite the Archbishop and the Primates' Standing Committee "to join us at our expense for three days of prayer and conversation regarding these important matters."

In the last few months, several commentators have remarked upon the Archbishop of Canterbury's failure or unwillingness to visit the U.S. and engage Episcopalians in face-to-face discussions. The bishops' request for face-to-face dialogue is fully in keeping with our incarnational theology.

A third, longer resolution enumerates reasons why the bishops, hoping to remain "welcome in the councils" of the Anglican Communion, "nevertheless decline to participate in the Primates' Pastoral scheme for many reasons." Their reasons include violation of church law and founding principles of the Episcopal Church, fundamental change to the character of the Windsor process and proposed Anglican Covenant design process, and departure from English Reformation heritage and "the generous orthodoxy of our Prayer Book tradition." The resolution calls the scheme "spiritually unsound" for its encouragement of "one of the worst tendencies of our Western culture, which is to break relationships when we find them difficult instead of doing the hard work necessary to repair them and be instruments of reconciliation."

more to read:
http://episcopalmajority.blogspot.com/2 ... tions.html[/url]


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