Mensch und Kirche

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BeitragVerfasst: 13. August 2008 11:33 
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allen, die nach leinau fahren ( oder schon dort sind..), wünsche ich gesegnete tage, gute erfahrungen und viele schöne begegnungen!


susanna


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BeitragVerfasst: 13. August 2008 13:44 
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Dem schließe ich mir gerne an. Ich finde diesmal das Programm sehr interessant. Schade, daß ich keine Gelegenheit habe teilzunehmen. (Andererseits, wenn ich so an die Katzen denke, ist ´s für mich wahrscheinlch auch gesünder so.)

winnie


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BeitragVerfasst: 13. August 2008 15:21 
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Oh ja, auch von mir viele herzliche Grüße nach Leinau! :D

Tarec

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Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selber wünscht.

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BeitragVerfasst: 14. August 2008 23:59 
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Gibts was von dort zu berichten?


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BeitragVerfasst: 16. August 2008 15:46 
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Johann hat geschrieben:
Gibts was von dort zu berichten?


Vermutlich schon, und vermutlich werden wir hier auch informiert werden.

Aber die Teilnehmer werden die Tage selbst eher kontemplativer verbringen als mit dem Verfertigen von Online-Berichten.

winnie


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BeitragVerfasst: 18. August 2008 22:37 
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Natürlich gibt es unendlich viel vom Laienforum 2008 im Kloster Leinau zu berichten und vielleicht stellt der eine oder andere auch eine Foto hierzu in MuK?
(Über Verlinkung zu anderer eigener Homepage.)


Besonders überzeugt hat uns Bernardin Schellenberger, der nicht nur am Donnerstag, den 14. August 2008, zum Thema "Spiritualität: Atemholen für Leib + Seele"
- sieben Entschleunigungs- und Horch-„Vorübungen“ und
- sieben spezifisch christliche „Hauptübungen“ für die Praxis im Alltag vorgestellt hat,
sondern auch das Alt-Katholische Laienforum den Tag zuvor und danach als einfacher Teilnehmer besuchte.


Besonders beliebt war bei "eigenem Tun" das Schreiben im Kloster (Kalligrafie), aber auch Heilkräuter und der Projektchor kamen bestens an.

Neben über 30 Deutschen (einige Tagesgäste) nahmen 10 Schweizer und 10 Tschechen sowie jeweils eine Handvoll Holländer und Österreicher teil.

:-f Es würde der Plenums-Beschluss des letzten Jahres bestätigt, das Internationale Alt-Katholische Laienforum 2009 in Südtirol und zwar an der italienischen Sprachgrenze in Salurn bei Bozen stattfinden zu lassen.

Viele Grüße von

Johannes Reintjes


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 Betreff des Beitrags: Laienforum 2008 - Feedback
BeitragVerfasst: 22. August 2008 11:36 
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Ihr Lieben,
es war ja mein erstes Laienforum - und so war ich denn auch über die Anzahl der Teilnehmer etwas überrascht. Man muss im Rückblick schon sagen, dass die große ANzahl von Teilnehmern nicht nur einen permanenten Geräusch-Pegel erzeugte, der dem Umfeld "Kloster" nicht ganz gerecht wurde, sondern auch die Möglichkeiten, des persönlichen Rückzugs enorm einschränkte - weil man halt permanent auf irgendjemanden irgendwo traf. Da ich die Teilnahme primär des Klosters wegen gebucht hatte (und da verspricht man sich ja i.d.R. schon ein wenig "zur Ruhe kommen"), war die Menschenmenge für mich schon ein Problem.
Das Programm hatte es zeitmäßig in sich. Dicht gedrängt folgte Programmpunkt auf Programmpunkt. Zeit zur Besinnung blieb nur in den Tageszeit-Gebeten (wobei auch hier manchmal die Besinnung auf der Strecke blieb) oder, wenn man selber aus dem Programm ausgestiegen ist. Ich kann schon verstehen, dass man als Organisationsteam einen geschlossenen Ablauf präsentieren will - es soll sich ja niemand langweilen -, aber mir wirkten einige der Teilnehmer doch am Ende recht gestresst (so auch ich).
Inhaltlich war sicherlich Bernadin Schellenberger der Höhepunkt. Seine Einlassungen zum Thema Spiritualität waren nicht nur eingängig, sondern begeisterten aufgrund ihrer sehr lebensnahen Schilderung. Jeder konnte daraus sicherlich etwas mitnehmen . Leider war im Programm keine Vertiefung des Gehörten vorgesehen, obwohl Herr Schellenberger weiterhin am Laienforum teilnahm. Hier hätte das Forum inhaltlich für alle ein echter Gewinn werden können.
Auch wetter-seitig waren wir gut verwöhnt. Wir hatten nur einen einzigen Tag mit (allerdings heftigem) Regen - okay, es war auch der einzige Tag mit einem Außenausflug (Schloss Neuschwanstein). Aber für mich hatte das Ganze einen besonderen Reiz. Nicht nur, weil das Schloss im regnerischen Nebel eine völlig faszinierende Ausstrahlung hat (die man eben nicht von Millionen von Bildern kennt), sondern auch, weil Regen verbindet - man trifft sich dann einfach eher unter einem Schirm oder einem kleinen Vordach :-) Der Stimmung tat der Regen im wesentlichen keinen Abbruch - auch wenn irgendjemand unserem Organisator erzählt hat, dass der Bus über eine Lautsprecheranlage mit Mikro verfügt.

Das Wichtigste aber darf man bei dem Ganzen absolut nicht vergessen: Die Gemeinschaft St. Severin. Pater Klaus, Schwester Monika und die Brüder Georg und Johannes waren alleine die ganze Zeit in Leinau wert. Man muss sich vorstellen, dass plötzlich 60 Menschen in dieses so ruhige Fleckchen Erde strömen, 4 Tage lang Unruhe ver- und sich auf dem gesamten Gelände ausbreiten - und dennoch war bei allen Bewohnern des Klosters keine Unruhe zu spüren. So willkommen kann man sich vermutlich kaum irgendwo fühlen wie dort in Leinau. Was immer an Bitten an sie herangetragen wurden, war für unsere Gastgeber kein großes Problem - leider haben sich einige Teilnehmer das nicht wirklich zu Herzen genommen und die Bitten des Abtes (z.B. um Schweigen beim Mittagessen) mal eben großzügig links liegen lassen. Diese Auftritte seitens mancher Teilnehmer waren dann doch ziemlich peinlich.

Ich hab die Gelegenheit genutzt und bin am Dienstag morgen (als alles zwei Tage vorbei war) noch einmal ins Kloster gefahren - und ich wäre fast dort geblieben. Das Kloster bietet vermutlich schon genau das, was ich dort eigentlich gesucht hatte: Ruhe, Entspannung und die Gelegenheit zum tiefgehenden Gespräch mit den Brüdern. Dieser kurze Morgenbesuch hat mir sehr gut getan. Er hat mir aber auch gezeigt, dass es das Laienforum leider versäumt hat, das Kloster zu mehr zu nutzen als zur reinen Veranstaltungskulisse. Seine eigene Wirkung hat dieser wundervolle Ort unter dem Ansturm der Internationalen leider kaum entfalten können.

Reiner

-- Ergänzung 22.08.2008 --
Ich nehme eine PN zu diesem Beitrag zum Anlass noch einmal zu verdeutlichen, dass dieses meine Eindrücke des Forums sind. Meine Eindrücke sind natürlich geprägt durch meine Erwartungshaltung. Dass diese nicht unbedingt dem Sinn und Zweck eines Laienforums gerecht wurde bzw. die Möglichkeiten des Klosters überstieg, mag sein - aber es war doch dennoch meine Suche und Hoffnung.

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[size=85]Dieser Beitrag reflektiert meine persönliche Meinung und ist nicht Stellungnahme eines Organes des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland[/size


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 Betreff des Beitrags: Re: Laienforum 2008 - Feedback
BeitragVerfasst: 22. August 2008 20:09 
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RKnudsen hat geschrieben:
-- Ergänzung 22.08.2008 --
Ich nehme eine PN zu diesem Beitrag zum Anlass noch einmal zu verdeutlichen, dass dieses meine Eindrücke des Forums sind. Meine Eindrücke sind natürlich geprägt durch meine Erwartungshaltung. Dass diese nicht unbedingt dem Sinn und Zweck eines Laienforums gerecht wurde bzw. die Möglichkeiten des Klosters überstieg, mag sein - aber es war doch dennoch meine Suche und Hoffnung.



Ja, was soll ein Bericht vom Laienforum sonst sein als ein persönlicher Eindruck? -Herzlichen Dank für die sehr persönliche Schilderung der Tage! Andere werden dies anders erlebt haben. Die dürfen ihr Erleben selbstverständlich auch schildern, auch wenn "RKnudsen" von uns scherzhaft hier "Chef" genannt wird!
Unser Chef beißt nicht!

:wink:

winnie


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BeitragVerfasst: 23. August 2008 03:53 
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Ich habe meine Bilder vom Laienforum 2008 ins Internet gestellt. Unter

http://www.friesenjung.de/galerie/laienforum/

könnt ihr schauen, wie es bei uns zugegangen ist :-) Viel Spaß.

Reiner

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R.I.P.
BeitragVerfasst: 23. August 2008 11:38 
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Dem Dank an den "Chef" schließe ich mich sehr gern an!
Gruß!
Eilike

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Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen,
weil leben wandern heißt. (Klaus Peter Hertzsch)


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 Betreff des Beitrags: Nachlese
BeitragVerfasst: 23. August 2008 12:43 
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Servus miteinander,

Reiners Bericht gibt mir Grund zur Annahme, dass ich mir als Tagesgast beim Laienforum nicht gerade den schlechtesten Termin ausgesucht habe. :)

Den Vormittag mit Bernardin Schellenberger fand ich, wie erhofft, absolut motivierend. Im Gegensatz zu unterschiedlichen Büchern über das Zeitgeist-Thema Spiritualität legt man seinen Vortrag nicht so schnell wieder beiseite. Seine Impulse (und hier steht er ja auf den Schultern einer langen Reihe von anderen), seine Gabe der Vermittlung und seine Persönlichkeit, die klingen noch immer nach in mir.
Zwar bin ich jemand, die in Form von Lektüre vieles aufnehmen und ausprobieren kann, doch das authentische menschliche Gegenüber gibt einem so vielschichten Thema natürlich noch einmal eine ganz andere, zusätzliche Qualität. Ich kann mir vorstellen, dass unser Referent Menschen in jedem Stadium ihrer spirituellen Suche angesprochen hat.

Als Neuling in der AK generell und speziell beim Laientreffen waren mir Erstkontakte mindestens ebenso wichtig wie die inhaltliche Ausrichtung. Das formulierte Selbstverständnis des Laienforums, ja die Bezeichnung als "Forum" überhaupt, beides hatte eine solche Erwartung in mir bestärkt. Und die Erwartung wurde keineswegs enttäuscht! Schon der eine Tag hat gereicht, um am Sonntag beim gemeinsamen Gottesdienst in München eine ganze Reihe von Fäden wieder aufnehmen zu können.

Und doch...
... sei mir an dieser Stelle ein kurzes Bedauern erlaubt - hoffe ich. Ich schätze Zeiten der Stille, und ich suche auch regelmäßig Gelegenheiten dazu. In Leinau allerdings hätte ich während und nach dem Mittagessen gerne die Kommunikation und nicht das Silentium gepflegt. Natürlich lässt es sich auch still kommunizieren, bzw. es ergeben sich ganz andere Ebenen des persönlichen Austausches. Ein wenig zuviel war mir dann auch die Lesung während des Essens, weil ich, wenn schon Stille, diese dann lieber für das "Wiederkäuen" des Schellenbergerschen Vortrags verwendet hätte.
Damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Ich weiß es sehr zu schätzen, dass das Kloster Leinau sich weit geöffnet hat, um so viele und ganz verschiedene Gäste bei sich aufzunehmen; dass man uns hat teilhaben lassen an Aspekten des Klosterlebens. Es ist auch klar, dass in der Gruppe so etwas wie der eigene Rhythmus nicht immer entlang der gemeinsamen Linie laufen kann. Und wie oft entsteht nicht Gutes dadurch, dass es zu Brüchen im Erleben oder in der Erfüllung von Erwartungen kommt.
Immerhin konstatiere ich aus meiner ganz persönlichen Sicht ja ein Zuviel des GUTEN, und das mag jeden trösten, der sich von Seite des "Veranstalters" durch meine Zeilen gekränkt fühlen könnte.

Bei den Führungen durch Leinauer Kraut und Beikraut kam ich aus dem Staunen nicht heraus, und offen gesagt, war es nicht selten ein ehrfürchtiges Staunen. Mein mentaler Notizzettel, was unbedingt noch in den eigenen Garten muss, wurde länger und länger...

Die Verbindung von Theorie und Praxis war dann selbst an diesem einen Tag gegeben, als es zum Kräuterbuschen-Binden ging. Eigentlich war es auch ein Mini-Kurs in Sachen Magie vs. Spiritualität. Beispielsweise waren da die rechte Zahl und die rechten Kräuter in (mehr oder minder :wink: ) korrekter und ästhetischer Form zueinander zu bringen. Das Gehörte aus den Kräuterführungen individuell stimmig umzusetzen (denn ein echter Kräuterbuschen ist höchst personenbezogen), das war eine schöne, und wie man deutlich hören konnte nicht unlustige Angelegenheit.

Ja, er war eine runde Sache, mein alt-katholisch-klösterlicher Schnupperkurs. Es war ein Mosaik, und immer wieder bleibe ich in Gedanken am einen oder anderen Steinchen daraus hängen, betrachte die besondere Farbe und Form, und lasse mich für den Alltag davon inspirieren. Daher danke ich dem Kloster, allen weiteren, die sich um die Organisation gekümmert haben, und auch denen die teilgenommen haben für ihren Beitrag zu meinem Leinauer Mosaik!

Viele Grüße,

Elisabeth


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BeitragVerfasst: 25. August 2008 23:54 
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Reiner hat eine tolle Fotosammlung (Link siehe oben) in seine Homepage gestellt!

Jetzt noch mehr zu den INHALTEN

Berardin Schellenberger hat mir erlaubt, seine (mit vielen Beispielen) vorgetragenen Übungen hier in MuK im Überblick zu nennen. Ich komme dieser Möglichkeit gerne nach, zum Teil in meinen Worten.

Sieben Vorübungen, um zum „Horchen“ zu kommen

1. Wage es gelegentlich gerne allein zu seien, wenn Du es sowieso gerade bist.
2. Versuche festzustellen, was Dich gerade umtreibt, ohne reagieren zu müssen. (Beispiel verbrannte Hände)
3. Suche nach Gelegenheiten ein paar Mal langsam und tief durchzuatmen
4. Tue gelegentlich bewusst etwas ein wenig langsamer.
5. Tue immer wieder bewusst nur eine Sache auf einmal - aber mit äußester Achtsamkeit.
6. Konzentriere Dich immer wieder einmal auf nur ein einziges Sinnesorgan: Was hörst (oder siehst, riechst, schmeckst oder fühlst) Du jetzt besonders intensiv?
7. Versuche sinnloses Wollen bleiben zu lassen. (Beispiel „Warten“)


Sieben Hauptübungen:

1. Konzentriere Dich auf Dein echtes Leben und entdecke darin Dein spirituelles Leben! (Psychologische Praktiken nicht zur Flucht in eine Scheinwelt einsetzen).
2. Versuche regelmäßig erinnernd, in der Rückschau, den roten Faden in Deinem Leben zu finden.
3. Aktiviere Deine Fähigkeit zur Liebe, die sich engagiert. Sei ein Mensch des Mit-Leids. (An den Taten, nicht an der Rührseeligkeit werden wir gemessen.)
4. Richte Dich darauf ein, dass Dir von Gott etwas gesagt wird. Lebe deshalb in der Haltung des Horchens.
5. Nimm Dir zu festen Zeiten und mit gleichem Ritual Zeit für das Zu-Dir-Kommen und Herausgehen-aus-Dir im Gebet.
6. Versuche aus der Heiligen Schrift herauszuhören was anderen vor Dir gesagt wurde und was Dir gesagt werden könnte. (Zwischen den Zeilen das nicht Zeitgebundenen entdecken.)
7. Sieh Dich nach Geichgesinnten um, mit denen Du Dich austauschen und deren Unterscheidungsgabe Du Dich stellen kannst. (Beispiele von den „Wüstenvätern“.)


Die weiterführende Publikationliste ist vorne in dieser Rubrik von MuK veröffentlicht.

Viele fanden das schweigende Einnehmen des Mittagessens nach dem Vortrag von Bernardin Schellenberger mit begleitender Lesung besonders intensiv. Der Vortrag von Uwe Drews am Vorabend zur Christlichen Mystik und zu Christlichen Mystikern war ein idealer Nährboden für das Verständnis der genannten Übungen.

Besonders danken wir Bischof Joachim Vobbe, dass er an drei Tagen am Laienforum teilnahm und spontan einen Abendtermin für Berichte und Fragen anbot und durchführte.
Im Bischofs-Gottesdienst am Freitag zum Thema Heilung fanden Aussöhnungsworte der CZ- und D-Fürbitten große Zustimmung; auch der örtliche Bürgermeister bedankte sich ausdrücklich dafür. Da passte es besonders, dass der tschechische Alt-Katholische Pfarrer Dr. Karel Kolácek aus Gablonzer (Jablonec) als Teilnehmer des Laienforums anwesend war: Viele ältere sudetendeutsche Gemeindemitglieder aus Kaufbeuren-Neugablonz scharten sich um ihn und erzählten Geschichten aus ihrer sudetendeutschen Zeit und von Besuchen in ihrer alten Heimat.


Gleich drei OrganistInnen spielten und improvisierten bei allen Gottesdiensten:
- Eveline Jansen, Organistin in der Gertrudis Kathedrale in Utrecht, bei der Eroffnungs-Vesper,
. im Bischofs-Gottesdienst zu Mariä Heimgang und auf der neuen Münchner Orgel im Abschluss-Gottesdienst
- Bruder Johannes, Organist in Kaufbeuren, die übrigen klösterlichen Stundengebete
. (Laudes, Mittagshore, Vesper und Komplet )
- Stefan Günter, München, unter anderem in der Laudes der Deutschen Gruppe im Kloster
. und in der Vesper der Schweizer Gruppe in Eiberg bei Irsee


Fazit:

-- Es herrschte eine fröhliche und angenehme Grundstimmung mit viel Hilfsbereitschaft
-- Mit großer Konzentration haben viele Teilnehmer tiefe Einblicke und Anregungen zur Beschäftigung mit Spiritualität erarbeitet, die Wirkung zeigen werden.
-- Ein Hauptzweck des Laienforums, das Kennen lernen anderer alt-katholischer Gemeinden, wurde durch die Begegnungen mit der Kaufbeurer-Neugablonzer und der Münchener Gemeinden voll erfüllt.
-- Das Kloster hat gewiss neue Freunde gewonnen und umgekehrt sagte Pater Klaus bei seiner Münchener Predigt offen: „Wir haben die Teilnehmer des Laienforums ins Herz geschlossen!“



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 Betreff des Beitrags: Re: Laienforum 2008 - Feedback
BeitragVerfasst: 26. August 2008 12:18 
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Registriert: 25. August 2008 22:28
Beiträge: 3
RKnudsen hat geschrieben:
Ihr Lieben,
es war ja mein erstes Laienforum - und so war ich denn auch über die Anzahl der Teilnehmer etwas überrascht. Man muss im Rückblick schon sagen, dass die große ANzahl von Teilnehmern nicht nur einen permanenten Geräusch-Pegel erzeugte, der dem Umfeld "Kloster" nicht ganz gerecht wurde, sondern auch die Möglichkeiten, des persönlichen Rückzugs enorm einschränkte - weil man halt permanent auf irgendjemanden irgendwo traf. Da ich die Teilnahme primär des Klosters wegen gebucht hatte (und da verspricht man sich ja i.d.R. schon ein wenig "zur Ruhe kommen"), war die Menschenmenge für mich schon ein Problem.


Aber genau das macht doch das Laienforum so spannend und auch charmant! Man trifft viele engagierte Alt-Katholiken aus den unterschiedlichsten Ländern, knüpft nette Kontakte, kann sich austauschen (Forum ist für mich gleich Austausch) und mal über den Tellerrand der eigenen, meist ziemlich kleinen, Pfarrei schauen. Ich finde beim Laienforum erlebt man die ak mal endlich nicht als Kleingruppe, sondern wirklich als Kirche (die auch noch in vielen Ländern aktiv ist). Und im Gegensatz zum Kongress, der laut, völlig überladen und voll ist, ist das Laienforum die reinste Erholungsveranstaltung (vom letzten Kongress kam ich mit Magenschleimhautentzündung zurück, vom Laienforum immer mit vielen neuen Eindrücken und Kontakten). V.a. lernt man beim Kongress aufgrund der Größe und Überladenheit kaum Leute kennen, beim Laienforum dagegen findet wirklicher Austausch statt. Also für mich ist das Laienforum jedesmal der Höhepunkt des ak-Kirchenjahres. Und wenn es zuviel wird, kann man sich auch mal vor der ein oder anderen Veranstaltung "drücken" - mach ich eigentlich jedesmal :mrgreen: .

Und zum Thema Kloster: Es ist ein weit verbreiteter Trugschluss unter "Weltlichen", dass Kloster gleich Kontemplation wäre - vielleicht für Besucher, aber gewiss nicht für die Mönche und Nonnen. Ich selbst arbeite in einer Einrichtung eines großen rk Ordens und kann nur sagen - für Besinnung und Ruhe bleibt hier wenig Zeit. Ebenso kenne ich es aus meiner aktiven rk Zeit aus den allermeisten "weltlichen" Orden. Kloster bedeutet meist viel Arbeit und wenig Kontemplation und Stille. Das gilt für Klöster im Allgemeinen und für Leinau im speziellen.
Und wie sollte es auch anders sein?

In der Klausur selbst leben nur 3 Mönche, die zusammen mit Schwester Monika und einigen ehrenamtlichen Helfern:

1. diverse große Hilfsprojekte koordinieren
2. Naturkosmetik und Liköre für Märkte und Manufaktum herstellen
3. eine Naturheilpraxis leiten
4. einen großen Kräutergarten in Schuss halten
5. Kräuterseminare geben
6. eine Kunstschule leiten
7. drei große Chöre leiten
8. den Orden, der weltweit noch ein paar mehr Mitglieder hat verwalten

undundund

Dass da teilweise kaum noch Zeit fürs Essen und für die Gebetszeiten bleibt, ist klar, das wäre Arbeit für 30.

Hut ab vor der Leistung, aber mit Besinnlichkeit hat das (wie in sehr vielen Klöstern) nur wenig zu tun (daher musst ich vor dem PC auch ziemlich schmunzeln, als ich von RKnudsen Bericht über seinen Dienstagmorgenbesuch und "Ruhe und Entspannung im Kloster" gelesen habe - da geht meist ganz schön die Post ab und das ist auch schön).
Insofern war das Laienforum ein 1a Einblick ins Klosterleben :D. Viele Leute auf kleinerem Raum, Austausch, Arbeit, ein wenig Stress, ein wenig Huddelei, viele soziale Kontakte und alles in allem sehr liebenswert und engagiert.
Und das war es ja, was Bruder Georg (und auch Herr Schellenberger) uns so schön vermittelt hat: Es ist eine echte Leistung, in all dem Trubel, den vielen Leuten und all der Arbeit auch Spiritualität zu finden - und nicht in der stillen Klosterzelle, abgeschieden von der Welt.

Ich werd auf jeden Fall, trotz kleinem Baby, nächstes Jahr wieder beim LF dabeisein und hoffe, da viele nette Leute von diesem Jahr wiederzutreffen - und neue zu treffen! Ich freu mich schon.


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R.I.P.
BeitragVerfasst: 26. August 2008 15:52 
Kirchenlehrerin (in spe)
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Registriert: 5. November 2005 13:01
Beiträge: 4616
Hallo Katharina,
zunächst herzlich willkommen im Forum MuK!

Dir un allen 'Berichterstattern' aufrichtigen Dank, dass Ihr uns so teilnehmen lasst!

Aber bezüglich der Eindrücke vom Freiburger IAK (und vom IAK 2002 in Prag) muss ich Widerspruch einlegen!
Allerdings habe ich mich in Freiburg hinsichtlich der Arbeitskreise "gedrückt", zumal ich die Stadt noch nicht kannte, habe mir zwischen den Gottesdiensten und Plenumsveranstaltungen
Zeit für Spaziergänge genommen, und das war gut so.
Beide Kongresse haben mir - jeweils in unterschiedlicher Weise - viel gebracht!

Frohe Grüße!
Eilike

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BeitragVerfasst: 26. August 2008 18:09 
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Registriert: 25. August 2008 22:28
Beiträge: 3
Auch Hallo an alle - ich weiß nicht, ob eine Vorstellung hier üblich ist?

Ich hab beim letzten Kongress teilweise bis 2 Uhr nachts gearbeitet und hab mich gerade einmal für eine Stunde freimachen können, um ein kleines bißchen die Stadt anzuschauen und hinterher war ich 1 Woche lang krank. Den nächsten Kongress lass ich ausfallen - aber bestimmt nicht das nächste Laienforum :D ! Komm doch auch mal hin, man lernt die Leute echt viel besser kennen, als auf den Kongressen - ist viel persönlicher und netter und es gibt auch "organisierte Freizeit". Linz war bisher mein absolutes Lieblings-LF, wunderschönes Wetter, tolle Gegend, gute Gespräche. Dieses Jahr (und alle letzten Jahre) waren auch gut, aber für uns Münchner Teilnehmer halt viel Orga-Kram. Nächstes Jahr wirds sicher auch toll, wie ich das einschätze.


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