Mensch und Kirche

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R.I.P.
BeitragVerfasst: 10. September 2011 09:39 
Kirchenlehrerin (in spe)
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Genauso sehe ich das auch!
Wer in der freien Wirtschaft eine Führungsrolle hat, ist in aller Regel auf Marktanteile seines Produkts / seiner Dienstleistung fixiert.
Das darf aber keinesfalls das Denken christlicher/kirchlicher Denominationen sein.
Unser Missionsauftrag bezieht sich nicht auf andere Kirchen.

Eilike

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Entwicklung gehört zum Wesen der Kirche. (Bischof Georg Bätzing, Limburg)

Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
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weil leben wandern heißt. (Klaus Peter Hertzsch)


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BeitragVerfasst: 10. September 2011 19:17 
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Aldo1 hat geschrieben:
...Nüchtern betrachtet, ist dieser Weg in die EKD sicher am sinnvollsten, um die AKK noch zu retten. Es wird aber für viele ein schmerzhafter Prozess werden.


Ist zwar alle interessant, aber nur eine eher unwissenschaftliche These von Aldo...

Vielleicht sieht es so aus...die RKK entwickelt sich weiterhin zu einer rein dogmatisch-konservativen Volkskirche, daß so für die AKK genügend "katholische" Christen überbleiben die in der AKK eine Alternative erkennen. Zumal auch auf evangelischer Seite eher die dogamtisch-konservativen Kräfte im Aufwind sind. Mir ist nicht bange um die AKK. Proplematisch ist eher der Geistliche Stand in der AKK, der derzeit leider etwas ausblutet (wie in den anderen "Volkskirchen")...aber mit Hilfe des Heiligen Geistes wird die AKK schon überleben - da bin ich von überzeugt!!! Immerhin hat die AKK mal mit 12 Jüngern an einem See im Nahen Osten begonnen :f und ist dem alten Glauben treu geblieben.


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BeitragVerfasst: 10. September 2011 19:57 
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Zitat:
Mir ist nicht bange um die AKK. Proplematisch ist eher der Geistliche Stand in der AKK, der derzeit leider etwas ausblutet


Ich dachte immer, die Alt-Katholische Kirche hat zuviel Geistliche. Das ist ja was ganz neues.

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R.I.P.
BeitragVerfasst: 10. September 2011 22:21 
Kirchenlehrerin (in spe)
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tmansor hat geschrieben:
Ich dachte immer, die Alt-Katholische Kirche hat zuviel Geistliche. Das ist ja was ganz neues

Man kann die Zahl der Ordinierten beziehen auf die derzeitige Zahl der Mitglieder der ak. Kirche; dann haben wir weit mehr als die Großkirchen und könnten wohl noch mehr haben, wenn wir sie nur bezahlen könnten.
Man kann aber auch die Bistumsgröße, also die Zahl der km² der BRD zur Bezugsgröße nehmen, denn schließlich wollen wir ja eine offene, einladende, ausstrahlende Kirche sein, und die km zwischen Nordstrand und MÜnchen, Dresden und Konstanz, zwischen Berlin, und Aachen müssen schließlich zurückgelegt werden. Dann haben wir natürlich viel zu wenige, aber auch in erster Linie deshalb, weil wir leider nicht viel mehr bezahlen können.
Mit dem Problem, das die röm.-kath. Kirche jetzt erst kennen lernt (Zusammenlegung von Gemeinden) leben wir schon lange, je nach Region schon seit 1870. Insofern ist es ein Wunder, dass unser Bistum noch existiert, sogar noch geringfügig wächst. Wo es Verlustse gibt, sind die bei uns wohl eher der demographischen Entwicklung zuzuschreiben als Austritten.
Eilike

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BeitragVerfasst: 11. September 2011 08:42 
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"sogar noch geringfügig wächst."



Ach, das Bistum wächst wieder?

Ist die Talsohle überwunden?

Erst von 27.000 auf unter 15.000 runter - und jetzt geht es wieder aufwärts?


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BeitragVerfasst: 11. September 2011 12:34 
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Aldo1 hat geschrieben:

Ach, das Bistum wächst wieder?

Ist die Talsohle überwunden?

Erst von 27.000 auf unter 15.000 runter - und jetzt geht es wieder aufwärts?


Gähn... :x)

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Das Gesetz und die Propheten reichen bis zu Johannes; von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes verkündigt, und jeder drängt mit Gewalt hinein.

Evangelium nach Lukas 16, 16

Hic fuit


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BeitragVerfasst: 11. September 2011 15:07 
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tmansor hat geschrieben:
Zitat:
Mir ist nicht bange um die AKK. Proplematisch ist eher der Geistliche Stand in der AKK, der derzeit leider etwas ausblutet


Ich dachte immer, die Alt-Katholische Kirche hat zuviel Geistliche. Das ist ja was ganz neues.


Eigentlich ist Eilike nichts hinzuzufügen, aber wenn man das letzte Christen heute und den ein oder anderen Pfarrbrief liest ist eine Problembeschreibung in diesem Feld nicht ganz abwegig und "greifbar".


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R.I.P.
BeitragVerfasst: 11. September 2011 15:53 
Kirchenlehrerin (in spe)
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Aldo1 hat geschrieben:
Ach, das Bistum wächst wieder?


Schon seit einigen Jahren!
Das hast Du wohl verschlafen und jonglierst dafür lieber mit Zahlen, für die du uns jede Quelle schuldig bleibst.
Konkret: Wann gab es die letzte offizielle Mitteilung über 27000 Alt-Katholiken in Deutschland???
Na, jedenfalls schön, dass Du wenigstens nicht mehr vom "freien Fall" sprichst.

Eilike

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BeitragVerfasst: 11. September 2011 18:00 
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Eilike hat geschrieben:
Aldo1 hat geschrieben:
Ach, das Bistum wächst wieder?


Schon seit einigen Jahren!
Das hast Du wohl verschlafen und jonglierst dafür lieber mit Zahlen, für die du uns jede Quelle schuldig bleibst.
Konkret: Wann gab es die letzte offizielle Mitteilung über 27000 Alt-Katholiken in Deutschland???
Na, jedenfalls schön, dass Du wenigstens nicht mehr vom "freien Fall" sprichst.

Eilike




Gibt es Zahlen darüber, wie die AKK "schon seit einigen Jahren gewachsen ist" oder woher weiss man das?


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BeitragVerfasst: 11. September 2011 20:10 
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Aldo1 hat geschrieben:
Gibt es Zahlen darüber, wie die AKK "schon seit einigen Jahren gewachsen ist" oder woher weiss man das?


Gerne weise ich auf ein erfolgreiches Wachstumsprojekt der Krefelder Gemeinde hin: Im Chor "AKustiker" (http://www.facebook.com/AKustiker) sind in den letzten zwei Jahren sechs Chorbabys geboren worden, aber kein(e) Sänger(in) verstorben oder ausgetreten. Bischof Matthias fragte bei der letzten Firmung, ob wir während der Chorproben auch singen würden. :rotfl:

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BeitragVerfasst: 11. September 2011 20:59 
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dieser Bischof, was der sich so einfallen lässt?!!


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BeitragVerfasst: 26. Dezember 2011 20:29 
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Zum Thema "Wachstum" gab es doch auch schon einige Ansichtssachen in ChristenHeute oder?

Wer auf die Zahlen schauen möchte: auf der letzten Synode in Mainz 2010 wurde zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine offizielle Statistik veröffentlicht - die aufgrund der Seelsorgeberichte der einzelnen Gemeinden zusammengetragen worden ist. Diese Liste ist sicher im Ordinariat zu beziehen (@Aldo1) - auf eine freundliche Anfrage hin.

Natürlich ist es erst einmal ein Schock die reellen Zahlen zu sehen - aber jetzt erst kann man getrost nach vorne blicken. Denn die sind durchwegs ganz ok. Es gibt Gemeinden, die in den letzten Jahren geschrumpft sind, die weitaus größte Mehrheit ist aber leicht gewachsen. Leider habe ich die Liste nicht mehr vorliegen, sonst könnte ich auch ein paar konkrete Zahlen nennen.

Die Randen-Gemeinden, in denen ich noch tätig bin, sind z.B. in den letzten Jahren (um Sterbefälle bereinigt) immer um 1-4 Mitglieder gewachsen. Was hier im ländlichen Raum spitze ist, da wir eine Wegzugsgegend sind. Die Gemeinde wächst durch Taufen und durch Beitritte - und die sind NICHT immer aus der römisch-katholischen Kirche!

Es gibt sicher auch andere Gemeindesituationen - aber nur auf die reinen Zahlen zu schielen bringt nichts, da wir einen anderen Auftrag haben: das Evangelium zu verkünden und zu leben. Wenn wir das hinbekommen wachsen wir von alleine.

@Aldo1 - ich weiß nicht, wo sie alt-katholische Kirche kennengelernt haben - aber unser Bistum ist vielfältiger als manches ihrer Postings vermuten lässt...

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BeitragVerfasst: 27. Dezember 2011 14:18 
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techAdmin

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Beiträge: 2153
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U.S.Zelenka hat geschrieben:
Es gibt Gemeinden, die in den letzten Jahren geschrumpft sind, die weitaus größte Mehrheit ist aber leicht gewachsen.


Landgemeinde gefällig? Bei uns in Weidenberg hat es die größten Schrumpfungen bereits in den 1950ern und 1960ern gegeben. Das hatte mit einer gewissen Aufbruchsstimmung in der RKK nach dem VatII zu tun und auch damit, dass man als Altkatholik damals nicht immer einen guten Stand hatte. So haben viele Gemeindemitglieder damals ihre Kinder RKK oder EV taufen lassen, wenn sie einen entsprechenden Ehepartner / eine entsprechende Ehepartnerin hatten. Dieses Verhalten wurde durch den damaligen Pfarrer auch nicht als problematisch gesehen. Damit ist uns mindestens 1/3 einer ganzen Generation weggebrochen.

Seit 1994 stagniert unsere Gemeinde auf ca. 210 Mitglieder. Ist keine wirklich schlechte Entwicklung, wenn man die Demoskopie der Gemeinde anschaut: Heute haben wir ein Durchschnittsalter von deutlich unter 60 Jahren, 1989, als unser früherer Pfarrer anfing, war es über 70 Jahre. Weiterhin muss man die allgemeine Abwanderung aus dem inzwischen sehr strukturschwach gewordenen Oberfranken mitberücksichtigen und die Tatsache, dass drei Familien mit mehreren Kindern in den letzten Jahren weggezogen sind (in deutlich besser infrastrukturierte Gebiete).

Stadtgemeinde: Die Gemeinde in München hat ihren gewaltigen Durchhänger in den 1980ern schon längst überstanden - auch dank des damals in München neu beginnenden, extrem engagierten Pfarrers Karl Harrer, der es schaffte, den Durchhänger zu stoppen und die Leute für die Zukunft zu motivieren. Heute wächst die Gemeinde von der absoluten Zahl her, die Anzahl der Taufen und Beitritte übersteigt die Anzahl der Todesfälle und Austritte.


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