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Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravaganzen
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Seite 9 von 11

Autor:  Andreas [ 21. März 2012 21:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Silesia hat geschrieben:
Andreas hat geschrieben:
Silesia hat geschrieben:
...Was ist denn das eigene Kreuz, wenn es heißt, nachfolgen und sein Kreuz auf sich nehmen? Na klar ein orthodoxer Priester trägt eine gaaanz eigenwillige Symbolik mit sich herum - kaum zu durchschauen. Ich glaub's ja. Für Dich müsste man dann noch einen Beipackzettel dranhängen, was es ist. Oder was?


Mit dem Kreuz im zitierten Bibelvers ist kein direkter Bezug zum Karfreitagereignis gemeint. Hier wird wieder in der Bildersprache der Antike gesprochen. Das Kreuz steht für das eigene Leid, die eigenen Sorgen und die Dinge die es einen selber schwer machen Jesu Christi zu folgen. Wenn wir bei meinem Beispiel dazu bleiben, dann soll der Geistliche sich vor einem Beugen, auch wenn er weiß oder meint, dass es eigentlich umgekehrt sein sollte. Die Perikope in der Bibel geht sogar noch weiter mit den Anforderungen an seine Nachfolge. Bibellesen bildet also ungemein.



Das Kreuz, dass ein Priester oder Bischof um den Hals hängen hat oder als Zeichen des Segens gibt, hat eine eindeutige Bedeutung!


Nicht überall wo Kreuz draufsteht ist das Kreuz von Geistlichen gemeint. Das Kreuz von Geistlichen war nie Thema! Also bleib beim Thema.

Autor:  JHNewman [ 21. März 2012 22:21 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Anstößigen Link mit Folgebeiträgen entfernt. JHN als Mod.

Autor:  Vanni145 [ 22. März 2012 05:19 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Kommen wir mal wieder zum eigentlichen Thema des Kirchenhoppings zurück.

Ist es nicht so, dass das einfach ein Ausdruck entweder von Dauersucherei oder aber von einem kritisch zu sehendem Patchworkdenken ist ?

Ich möchte jetzt ausdrücklich nicht mehr auf Leute eingehen, die dieses Forum für ihre Neurosen nutzen und sich hier durchtrollen.

Neulich in einem alt eingesessenen christlich-evangelischen Buchladen. Frau, um die 50, Typ Muttchen zum Buchhändler: "Ja....ich war ja jetzt ein paar Monate beim XXXXXX (irgendeine eher evangelikale, frei Gruppe, gibt es hier mindestens 8 in der Großstadt), aber jetzt bin ich doch wieder bei der Landeskirche eingetreten. Die waren alle ja so nett...aber ich habe was anderes gesucht."

Freundliches Nicken des Buchhändlers. "Ausgetreten war ich ja wegen der Blutleere dort (sic). Es war so blutleer, aber jetzt gefällt es mir wieder. Bei der SELK war ich auch zweimal...aber das sind so wenige und die verlangen viel Kirchensteuer (sic)."

Ich ging heute am Schaukasten der größten Innenstadt-Gemeinde der evanglischen Landeskirche vorbei: " Verfügung des Oberkirchenrats zum Sonntag Laetare (Aktenzeichen XXXZZZZirgendwas). Ihre Spende kommt an diesem Sonntag der ev. Studienstiftung Blablabla zu Gute. Vergelte es Gott allen Spendern....Bischof Frank Otfried July "

Ich glaubte erst an einen Fehler....die Wochenaufstellung mit Termin MIT AKTENZEICHEN ......
Im letzten halben Jahr habe ich Gottesdienste der alt-katholischen Kirche, der Anglikaner, der evangelisch-reformierten Gemeinde, der Methodisten und der evangelischen Landeskirche besucht. Und die SELK tue ich mir auch noch an (die mit dem verschlossenen Abandmahlstisch..).

Aber eine Kirche mit Aktenzeichen im Schaukasten hat sich für mich ausgehoppt..
Leider habe ich für gottesdienstliche Aktivitäten dank vieler kleiner Kinder (ich danke Gott jeden Tag dafür) sehr wenig Zeit. Aber die freundlichste Stimmung fand ich bei den Alt-Katholiken und Anglikanern vor.

Autor:  Silesia [ 22. März 2012 09:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Andreas, natürlich meinte Christus "Nachfolge". Er war ja kein Psychotherapeut, sondern Christus. Die landläufige Auslegung ist belanglos.
Und sehr wohl war es Thema, denn an meine geschilderte Geste, die bei den Orthodoxen üblich ist, schloss sich Eure diffamierende Projektion ursprünglich an. Sie beachet nicht, dass es bei dieser Verehrung um DAS Kreuz und die Weitergabe des Segens geht, nicht um den Priester als Person. Ihr schreckt vor nichts zurück, wenn es darum geht, Eure vorschnellen, aber festgefügten Vorurteile künstlich zu nähren. Ich bitte um Besinnung und Fairness.

Autor:  Silesia [ 22. März 2012 09:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Vanni145 hat geschrieben:
Kommen wir mal wieder zum eigentlichen Thema des Kirchenhoppings zurück.

Ist es nicht so, dass das einfach ein Ausdruck entweder von Dauersucherei oder aber von einem kritisch zu sehendem Patchworkdenken ist ?

Ich möchte jetzt ausdrücklich nicht mehr auf Leute eingehen, die dieses Forum für ihre Neurosen nutzen und sich hier durchtrollen.

Neulich in einem alt eingesessenen christlich-evangelischen Buchladen. Frau, um die 50, Typ Muttchen zum Buchhändler: "Ja....ich war ja jetzt ein paar Monate beim XXXXXX (irgendeine eher evangelikale, frei Gruppe, gibt es hier mindestens 8 in der Großstadt), aber jetzt bin ich doch wieder bei der Landeskirche eingetreten. Die waren alle ja so nett...aber ich habe was anderes gesucht."

Freundliches Nicken des Buchhändlers. "Ausgetreten war ich ja wegen der Blutleere dort (sic). Es war so blutleer, aber jetzt gefällt es mir wieder. Bei der SELK war ich auch zweimal...aber das sind so wenige und die verlangen viel Kirchensteuer (sic)."

Ich ging heute am Schaukasten der größten Innenstadt-Gemeinde der evanglischen Landeskirche vorbei: " Verfügung des Oberkirchenrats zum Sonntag Laetare (Aktenzeichen XXXZZZZirgendwas). Ihre Spende kommt an diesem Sonntag der ev. Studienstiftung Blablabla zu Gute. Vergelte es Gott allen Spendern....Bischof Frank Otfried July "

Ich glaubte erst an einen Fehler....die Wochenaufstellung mit Termin MIT AKTENZEICHEN ......
Im letzten halben Jahr habe ich Gottesdienste der alt-katholischen Kirche, der Anglikaner, der evangelisch-reformierten Gemeinde, der Methodisten und der evangelischen Landeskirche besucht. Und die SELK tue ich mir auch noch an (die mit dem verschlossenen Abandmahlstisch..).

Aber eine Kirche mit Aktenzeichen im Schaukasten hat sich für mich ausgehoppt..
Leider habe ich für gottesdienstliche Aktivitäten dank vieler kleiner Kinder (ich danke Gott jeden Tag dafür) sehr wenig Zeit. Aber die freundlichste Stimmung fand ich bei den Alt-Katholiken und Anglikanern vor.


Die Unterstellung ist so undifferenziert und dumm, dass ich darauf nichts mehr zu sagen weiß. Das ist gewiss Absicht, weil ich schlicht nichts mehr sagen soll. Das aber entscheiden brachial die Mods oder sich selbst, nach anderen Kriterien, nicht Du mit solchem Quatsch, oder der Thread-Titel-Geber. Selbstverständlich ist solches oben genanntes Verhalten nicht zielführend. Gar nicht zur Kirche zu gehen, wie die meisten Altkatholiken, aber auch nicht.
Gegenüber der SELK kolportierst Du wiederholt ein Vorurteil. Fakt ist, dass Altkatholiken dort am heiligen Abendmahl teilnehmen können, allerdings nur dann, wenn kein altkatholischer Gottesdienst in der Nähe angeboten wird. Umgekehrt gilt für Mitglieder der SELK das selbe.
Du bist in keinem solcher Punkte einsicht- und lernbereit. Dannn ist es aber witzlos, dazu in einem Forum mit zu posten.

Autor:  Eduard [ 22. März 2012 09:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Viele Inhalte kommen hier vor, ich staune über Aussagen wie:
- "Ist es nicht so, dass das einfach ein Ausdruck entweder von Dauersucherei oder aber von einem kritisch zu sehendem Patchworkdenken ist?"
oder
- natürlich meinte Christus "Nachfolge". Er war ja kein Psychotherapeut, sondern Christus. Die landläufige Auslegung ist belanglos.

Da komme ich sehr ins Grübeln.

Autor:  Eilike [ 22. März 2012 10:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Silesia hat geschrieben:
Fakt ist, dass Altkatholiken dort am heiligen Abendmahl teilnehmen können, allerdings nur dann, wenn kein altkatholischer Gottesdienst in der Nähe angeboten wird. Umgekehrt gilt für Mitglieder der SELK das selbe.


Bei uns Alt-Katholiken(UU) darf jede/r Getaufte, sofern er/sie an die Realpräsenz Christi unter den eucharistischen Gestalten glaubt, kommunizieren, unabhängig von der Erreichbarkeit einer eigenen Kirche.
In Hannover hat uns die SELK gelgentlich für besondere Anlässe ihre Kirche zur Verfügung gestellt, als die ak. Gemeinde noch keine eigene hatte. Damals hat mir der ak. Pfarrer mal von den strengen Regeln dort erzählt: Keine Kommunion ohne Beichte!
Eine dumme Frage: Kann mir jemand sagen, wie die SELK es mit der Kirchensteuer hält?

Eilike

Autor:  JHNewman [ 22. März 2012 10:09 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Hallo Eilike,

die SELK erhebt keine Kirchensteuer, sondern Kirchgeld. Allerdings zahlen das wohl nicht alle, was zu großen finanziellen Problemen führt.

Gruß
JHN

Autor:  Silesia [ 22. März 2012 10:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Das ist schon klar. Das ist bei den Mariaviten genauso. Wir sind ja sogar offen für echte Kirchenhopper. Haha. Nur von der SELK aus ist es eben anders: nur in der Notlage! Beichte heißt aber entweder eine gemeinsame Beichte oder diese zusätzlich mit einem Beichtritual (jeder der möchte, geht wie bei der Kommunion nach vorne, der Priester legt die Hände auf und spricht los). Einzelbeichte ist praktisch nicht gebräuchlich.

Autor:  Silesia [ 22. März 2012 10:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Ja aber sie bekommen es immer wieder hin und tragen recht viel (Pfarrstellen, Kirchenbauten). Der Pfarrer der SELK in Görlitz hat dem ak Pfarrer für Sachsen auch angeboten, dort in der Kirche ak Gottesdienste aufzubauen. Es gibt aber keinen Bedarf (, nur einen ak-mariavitischen, haha).

Autor:  Eilike [ 22. März 2012 10:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Silesia hat geschrieben:
(, nur einen ak-mariavitischen, haha).


Na, der kann sich ja mal anstrengen und Werbung machen!
Eilike

Autor:  Silesia [ 22. März 2012 11:13 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Es gab da mal sogar mal einen (inzwischen verstorbenen) ak Pfarrer im Ruhestand, der solche Werbung machte. Dies aber auf eine so rabiate Art und Weise, dass immer noch ein gewisser Flurschaden besteht.

Autor:  Vanni145 [ 22. März 2012 11:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Nun, warum ich "undifferenziert und dumm" hier etwas angeblich unterstelle ist mir nicht klar. Ich habe korrekt auf den Ursprungsthread zurück geführt. Auch habe ich keine Vorurteile gegenüber der SELK. Man sollte hier beim Thema bleiben und nicht immer Threads zerstören.

Mir ist bekannt, dass die SELK keine Kirchensteuer über die Finanzbehörden erhebt. Die genannte Dame empfand wohl den Kirchenbeitrag der SELK als zu hoch.
Ich habe einige der Homepages der SELK-Gemeinden angeschaut. Fast immer wird zur Höhe dieses Beitrages keine Angabe gemacht oder der Beitrag gar nicht erwähnt.

Eine Berliner Gemeinde ist da dankenswerterweise offener:

http://www.selk-wilmersdorf.de/index.ph ... &Itemid=51

Zitat: "Die Gemeinde ......folgt der Gesamtkirche und erhebt einen Kirchenbeitrag in Höhe von 3% vom Brutto- oder 5% vom Nettoeinkommen. "

Und später: "Als Richtwert gelten 3 % des Bruttoeinkommens oder aber 5 % des Nettoeinkommens, was dann in etwa dem landeskirchlichen Kirchensteuersatz entspräche."

Rechenbeispiele (Steuerklasse 1, kinderlos, Wohnort NICHT in Baden-Württemberg oder Bayern):

Brutto 3000 Euro, Netto 1842,03 Euro, Kirchensteuer Alt-Katholisch 42,14 Euro, Kirchenbeitrag SELK 90 Euro

Brutto 2000 Euro, Netto 1336,96 Euro, Kirchensteuer Alt-Katholisch 19,53 Euro, Kirchenbeitrag SELK 60 Euro

Brutto 1500 Euro, Netto 1074,39 Euro, Kirchensteuer Alt-Katholisch 9,13 Euro, Kirchenbeitrag SELK 45 Euro

Damit ist die SELK erheblich "teurer" als die Alt-Katholische Kirche. Die Behauptung der SELK-Gemeinde auf o.a. Homepage entspricht nicht den Tatsachen.

Autor:  Péter [ 22. März 2012 11:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Silesia hat geschrieben:
Es gab da mal sogar mal einen (inzwischen verstorbenen) ak Pfarrer im Ruhestand, der solche Werbung machte. Dies aber auf eine so rabiate Art und Weise, dass immer noch ein gewisser Flurschaden besteht.


In Bayern war seine Wirkung jedoch erfolgreich, wenn ich mich nicht irre.

Autor:  Eilike [ 22. März 2012 12:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kirchenhopping als Ausdruck der Ökumene u. a. Extravagan

Ja, ich habe Franz Krämer (und seine inzwischen nach Mch. verzogene Frau) sehr geschätzt; für Kempten hat er Beachtliches geleistet, wobei er Kurator, Priester m.Z. und im Hauptberuf Studiendirektor (nicht Pfarrer) war.
Übrigens hat er sich auch um die deutsch/polnischen/tschechischen Beziehungen sehr verdient gemacht.

Eilike

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