Mensch und Kirche

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 14. August 2014 07:38 
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Ja es gab in Polen wieder ein Treffen mit den Vertretern der Laien, aber wieder nur nichtssagende Vertröstungen.

Zudem: Erzbischof Vercammen ist in Polen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 17. August 2014 16:28 
Kirchenlehrerin (in spe)
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Die Entscheidung der IBK zur Aufnahme der alt-katholischen Mariaviten in die UU wird sowohl vom em. Schweizer Bischof Hans Gerny als auch von Prof. Angela Berlis (Universität Bern) kritisiert.
(Christen heute, August 2014, S.187)

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Entwicklung gehört zum Wesen der Kirche. (Bischof Georg Bätzing, Limburg)

Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen,
weil leben wandern heißt. (Klaus Peter Hertzsch)


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 17. August 2014 18:25 
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Eilike hat geschrieben:
Die Entscheidung der IBK zur Aufnahme der alt-katholischen Mariaviten in die UU wird sowohl vom em. Schweizer Bischof Hans Gerny als auch von Prof. Angela Berlis (Universität Bern) kritisiert.
(Christen heute, August 2014, S.187)


Verständlich.

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Das Gesetz und die Propheten reichen bis zu Johannes; von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes verkündigt, und jeder drängt mit Gewalt hinein.

Evangelium nach Lukas 16, 16

Hic fuit


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 17. August 2014 22:37 
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Frau Berlis meinte: die seien zu konservativ ... Stimmt einerseits, andererseits auch wieder gerade nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 30. August 2014 09:50 
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Kommuniqué der Sitzung des Generalkapitels der Altkatholischen Kirche der Mariaviten

Am 26. August 2014 fand am «Tempel der Barmherzigkeit und Liebe» in Plock die zweite Sitzung des Generalkapitels der mariavitischen Priester statt.

Das Generalkapitel:

nahm die Erklärung des Erzbischofs von Utrecht vom 15. August 2014 über die Unmöglichkeit der Aufnahme der Altkatholischen Kirche der Mariaviten in die Utrechter Union in der jetzigen Zeit aufgrund der inneren Probleme in unserer Kirche zur Kenntnis
setzte eine Komission für Liturgie in folgender Besetzung ein: Priester M. Stanislaw (Vorsitzender), Priester M. Zbigniew, Priester M. Karol
setzte eine Revisionskommission in folgender Besetzung ein: Priester M. Krzysztof (Vorsitzender), Priester M. Gabriel, Priester M. Robert
setzte eine Kommission für Schaffung des Binnenrechts in folgender Besetzung ein: Bischof M. Bernard, Priester M. Krzysztof (Vorsitzender), Priester M. Zbigniew, Priester M. Wieslaw
setzte eine Kommission für die Einberufung der Synode ein: Priester M. Kazimierz, Priester M. Karol, Priester M. Daniel.

Das Generalkapitel kam zur Einsicht, dass in den gennanten Kommissionen die Miteinbeziehung der Laien erfolgen wird, und zwar nach der vom Rat der Kirche bestimmten Verfahrensweise.

Die Sitzung wurde mit gemeinsamem Gebet abgeschlossen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 30. August 2014 10:15 
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Ich finde es mariavitischerseits auch besser so! Und dass nun Bewegung in die Lethargie der Kleriker in der AKM ist gut! Und man bemerke: nur in einer der Kommissionen ein Bischof!

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 30. August 2014 13:04 
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Was revisioniert denn die Revisionskommission?


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 30. August 2014 13:36 
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Kassenprüfung, Revisoren? Ist wohl nötig!

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 2. September 2014 10:28 
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Okay, klar wenn es da kein ordentliches Kontrollsystem gab bisher. Mir war nur nicht klar, daß bei einer solchen Zusammensetzung der Kommission es um Finanzen geht. Bei der Benennung von Theologen/Pfarrern hätte ich erwartet, daß theologisches/liturgisches revisioniert werden sollte. Revisionskommissionen für finanzielle Angelegenheiten besetzt man meines Erachtens am besten mit sachkundigen Gemeindemitgliedern/"Laien" ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 2. September 2014 16:47 
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Ja man hat z.B. die symbolische(!) und symboltächige Hauptkirche in Plock zum Jubiläum grundsanieren wollen und sich verkalkuliert, so dasss es eine vergleichsweise dürftige Innensanierung wurde. Es gibt solche Fachleute auch außerhalb des Klerus. Ich denke, dass es erst der erste Schritt ist, um Laien überhaupt erst einmal hineinzuholen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 3. September 2014 21:35 
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Erzbischof Vercammen hat indirekt dazu beigetragen, dass bei den Mariaviten jetzt die Chance auf Erneuerung besteht, darauf, die Art und Weise, wie Kirche zu organisieren sein soll, zu klären. Er sorgte bei seinem Besuch dafür, dass die Laienvertreter Gehör bekamen. Ob das gelingt, ist offen und eine Frage, die die Zukunft beantworten wird. Die Entfernung der Bischöfe vom Kirchenvolk und einigen Priestern hat in letzter Zeit verheerende Folgen gehabt: die Gläubigen blieben fern (und das ist einmalig in der Geschichte der Mariaviten). Das Zustandsbild der Mariavitenkirche ist düster geworden, das Potenzial unverändert groß.

Exzellenz Vercammen sagte laut Berichten, dass die UU den Mariavitismus brauchen würden, aber den authentischen, den des Kirchenvolkes und nicht sich abschottender Bischöfe.

Dazu habe ich Fragen:

Warum, worin und inwiefern braucht die Utrechter Union die Mariaviten?
Stimmt das, dass die UU den authentischen Mariavitismus braucht (das widerspricht dem Vorschreiben, die Bedeutung von "Maria als die unbefleckte Empfängnis" zurückzustutzen und das Filioque zu ändern)?

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 4. September 2014 20:17 
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a) Um die Einheit der ak Kirchen zu stärken, imho.

b) Vielleicht meint er mit authentisch eine Offenheit des Kirchenvolkes für den Beitritt und damit eine Einbringung weiterer Dynamik im Kirchenleben.

c) Ich denke, dass es ja nicht verboten ist für einen Altkatholiken an die unbefleckte Empfängnis zu glauben. Vielmehr geht es meines Erachtens doch darum, die Dogmatisierung desselben abzulehnen.

d) Ich weiß nicht, ob das Filioque wirklich so bedeutsam ist, dass davon die Mitgleidschaft in der UU abhängt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 5. September 2014 08:45 
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zu a)
Das ist ein Argument, bedarf aber gerade nicht des Vorgehens wie unter c) und d) und erklärt das Wort "brauchen" noch nicht.


zu b)
Dann muss man aber wissen, dass gerade aus dem Kirchenvolk eine mitunter sehr starke - nicht ausreichend erklärte und nachvollziehbare - Verehrung der Gründerin als Heilige und ihres "Werkes der großen Barmherzigkeit" lebt und dass man sich da mit einhandelt. Ich halte das gar nicht für essentiell, aber viele Mariaviten durchaus.



zu c)
Das ist insofern völlig überflüssig, weil es eine Dogmatisierung in der mariavitischen Kirche nicht gibt, Dogmen anderer Kirchen auch als Dogma(!) gar nicht anerkannt werden. Man kann ja auch nicht übergehen, dass es sich um eine marianische altkatholische Kirche handelt, die neben einem liturgischen Jahreslauf Christus verehrt und parallel dazu und auf Christus hinweisend jedoch auch einen liturgischen Jahreslauf Mariens. Mariaviten kommt von Maria vitam imitantes = das Leben Mariens Nachahmende. Das ist essentiell!

Lieber Sarandanon,


zu d)
Dann wäre es überflüssig. Hier geht es ja um die Liturgie und damit um die spezielle Liebe der Mariaviten zur Tradition. Die Tradition bewegt sich allerdings wie ein Schnecke. Auch dieser Bereich ist essentiell.


Was für Außenstehende Schnörkel sind, die man leicht weglassen kann (und die Mariavitenbischöfe folgten dem gewollt unbedarft) ist für viele Mariaviten essentiell. Sie wenden sich lieber von der Kirche und diesen Bischöfen ab und suchen Lösungen als DAS preiszugeben.

zu

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 5. September 2014 11:03 
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Möglicherweise könnte man auch andersherum fragen: Was macht die Mariaviten eigentlich zu einer altkatholischen Kirche?
Das Sie die Entwicklungen der anderen altkatholischen Kirchen, während der Zeit ihres Ausschlusses, nicht mitgemacht haben kann man ihnen ja nicht vorwerfen. Doch so wie ich es sehe, wurde diese Kirche nicht wegen der Dogmen des ersten Vatikanums, sondern wegen der Lehre ihrer Gründerin errichtet. Sind die Mariaviten schon altkatholisch nur weil sie sich von Rom getrennt haben und durch altkatholische Bischöfe das Bischofsamt empfangen haben?

Wenn wir wüßten, was die Mariaviten altkatholisch sein lässt, dann wüßten wir wohl auch wozu die Altkatholiken die Mariaviten brauchen könnten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestagung der IBK
BeitragVerfasst: 5. September 2014 11:57 
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Die Mariaviten haben sich, wie die Altkatholiken, nicht von Rom getrennt, sondern Rom von ihnen. Es bestand genauso die Notwendigkeit, eine Notkirche aufzubauen. Sie waren ja Mitglied er UU und haben daher alle damals gültigen Prämissen der UU zusätzlich übernommen und beibehalten, dies auf die Sachen aufbauend, die ich oben erwähnte. Leider schlief nach kurzer Zeit aber die Synodalität praktisch völlig ein, obwohl sie formal weiter besteht und jetzt wiederbelebt werden soll. Die Rolle der Frau war bei den Mariaviten von jeher hoch bewertet und hat sich sofort in der Praxis bewehrt. Das führte damals zusätzlich zu Spannungen und Ablehnung seitens der UU. Erst in den letzten Jahrzehnten haben einige Kirchen in der UU die Mariaviten darin sogar "überholt". Die Mariaviten haben sich nie nationalistisch verhalten und gegen totalitäre Systeme Widerstand geleistet und infolge dessen unter Verfolgungen gelitten. Ak Kirchen (in D, AU, Polen, Ungarn) fühlten sich durch sie unangenehm an ihre eigenen, lange verschwiegenen teilweisen Irrwege und Kollaborationen erinnert. Altkatholisch ist das Mariavitische allemal. Allerdings lehne ich eine Einengung auf die UU und erst recht auf einige Kirchen in der UU ab. Mit der niederländischen AK besteht ungebrochen volle kirchliche Gemeinschaft. Deshalb auch hat Erzbischof Vercammen insbesondere das Recht, sich geschwisterlich einzumischen und sein Wort zu erheben. Er weiß ja offenbar, dass er die Mariviten braucht. Warum auch immer ... Ich vermute jedoch strak, dass die Mariaviten die UU nicht brauchen. Eine Brückenschlag zu traditionell anglo-katholischen, dabie dennoch toleranten Anglikanern und Episkopalen (die sich manchmal von Mariavitenpristern aushelfen ließen) und zur Eglise St. Marie - Pfarrei ohne Grenzen in Frankreich (wo das Gleiche gilt) und anderen kleinen altkatholischen Gruppen oder die Wiederbelebung der Verbindung zu den vielen abgetauchten Mariaviten in den USA hätte da vergleichsweise viel mehr Sinn.

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