Mensch und Kirche

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BeitragVerfasst: 4. Februar 2014 19:27 
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Danke Dir. Bist uns herzlich willkommen.


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BeitragVerfasst: 23. Februar 2014 06:01 
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Als im Herzen immer noch Oldenburger sage ich: Die besten Wünsche und Gottes Segen! Hätte es in meiner Jugend eure Gemeinde schon gegeben, wäre ich wesentlich früher zum Altkatholiken geworden. Meine Gedanken und Gebete sind seit ein paar Monaten schon bei euch.

_________________
Der Leib zieht die Seele an sich und öffnet die Sinne; die Sinne aber berühren die Seele und ziehen den Leib an sich. (Hildegard von Bingen)


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BeitragVerfasst: 23. Februar 2014 13:00 
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Vielen Dank für die Segenswünsche.


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2015 17:03 
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http://www.wilhelmshaven-alt-katholisch ... marketing/

"Wenn es unsere Kirche über viele Jahrzehnte, nach 140 Jahren, nicht schafft, mehr Menschen zu gewinnen, dann ist entweder ihre Botschaft schlecht oder die Art der Vermittlung derselben. Ich sehe die Ursache in einer zu zurückhaltenden Marketingkommunikation nach außen. Weil wir von unserer Kirche überzeugt sind, sind wir alt-katholisch! Weil wir das glauben, missionieren wir. Und das sollten wir durchaus mit weniger Bescheidenheit und nach meinem Dafürhalten gerne offensiver, unter Ansprache auch des Intellekts der Menschen, tun."

Ja. Amen. Halleluja!


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2015 20:55 
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John Der Echte

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Mich wundert ja auch immer, warum es nicht mehr Alt-Katholiken gibt...

Aber ob der hier vorgeschlagene Ansatz der richtige ist? Mir erscheint das nicht klar genug durchdacht im Hinblick auf die Trennung der Motive: Geht es um den Glauben an Jesus Christus - oder um das Vermarkten der eigenen kirchlichen Marke? Wenn man schon den Jargon des Marketings so intensiv bemüht, wie Prof. Kirstges das tut, dann muss man doch auch konsequent sein und die Frage stellen: An welche Kunden denken wir? Welche Menschen wollen wir ansprechen? Davon hängt hängt die gesamte Strategie ab. Wenn es darum geht, Menschen zu erreichen, die keine Verbindung zu irgendeiner Kirche haben, dann muss das Evangelium im Vordergrund stehen. Dann geht es darum, die Menschen für die Botschaft von Jesus Christus zu gewinnen und sie in seine Gemeinschaft zu führen. Die kirchliche Gemeinschaft ist dabei dann sekundär. Wenn es aber darum geht, zunächst mal die Marke 'alt-katholisch' zu verkaufen, dann sieht das völlig anders aus. Dann ist die Zielgruppe eine andere und dann gerät man möglicherweise auch in Konflikt mit ökumenischen Partnern. In den Thesen aus Wilhelmshaven geht das für mein Empfinden im Moment noch recht durcheinander.


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2015 21:19 
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JHNewman hat geschrieben:
Mich wundert ja auch immer, warum es nicht mehr Alt-Katholiken gibt...

Aber ob der hier vorgeschlagene Ansatz der richtige ist? Mir erscheint das nicht klar genug durchdacht im Hinblick auf die Trennung der Motive: Geht es um den Glauben an Jesus Christus - oder um das Vermarkten der eigenen kirchlichen Marke? Wenn man schon den Jargon des Marketings so intensiv bemüht, wie Prof. Kirstges das tut, dann muss man doch auch konsequent sein und die Frage stellen: An welche Kunden denken wir? Welche Menschen wollen wir ansprechen? Davon hängt hängt die gesamte Strategie ab. Wenn es darum geht, Menschen zu erreichen, die keine Verbindung zu irgendeiner Kirche haben, dann muss das Evangelium im Vordergrund stehen. Dann geht es darum, die Menschen für die Botschaft von Jesus Christus zu gewinnen und sie in seine Gemeinschaft zu führen. Die kirchliche Gemeinschaft ist dabei dann sekundär. Wenn es aber darum geht, zunächst mal die Marke 'alt-katholisch' zu verkaufen, dann sieht das völlig anders aus. Dann ist die Zielgruppe eine andere und dann gerät man möglicherweise auch in Konflikt mit ökumenischen Partnern. In den Thesen aus Wilhelmshaven geht das für mein Empfinden im Moment noch recht durcheinander.


Aber zumindest wird das Wort "Mission" mal in den Mund genommen, bis dato durfte man es nicht einmal wagen auch nur als Altkatholik daran zu denken, aus "Rücksicht" auf andere Kirchen.

Masterplan wäre: Vereinigung mit den kontinentaleuropäischen Anglikanern ("Vereinigte Episkopalkirche in Europa (Diözese von Deutschland)", zahlenmäßig würd's auch bissl besser ausschauen) und dann mit dem Motto: "Evangelisch und Katholisch!" evangelische Liturgiker und liberale/moderate Römer anziehen.

Voilà!


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2015 21:47 
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John Der Echte

Registriert: 6. Oktober 2005 15:33
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Liberaler hat geschrieben:
Masterplan wäre: Vereinigung mit den kontinentaleuropäischen Anglikanern ("Vereinigte Episkopalkirche in Europa (Diözese von Deutschland)", zahlenmäßig würd's auch bissl besser ausschauen) und dann mit dem Motto: "Evangelisch und Katholisch!" evangelische Liturgiker und liberale/moderate Römer anziehen.


Tja, das wäre echt mal was... :ja:


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2015 22:10 
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Beiträge: 513
JHNewman hat geschrieben:
Liberaler hat geschrieben:
Masterplan wäre: Vereinigung mit den kontinentaleuropäischen Anglikanern ("Vereinigte Episkopalkirche in Europa (Diözese von Deutschland)", zahlenmäßig würd's auch bissl besser ausschauen) und dann mit dem Motto: "Evangelisch und Katholisch!" evangelische Liturgiker und liberale/moderate Römer anziehen.


Tja, das wäre echt mal was... :ja:


Vor allem beim stetigen Niedergang des "verfassten Christentums" ist es unabdingbar alle Kräfte zu bündeln meiner Meinung nach. Dass sowohl von Seiten der CofE/TEC als auch der UU noch keiner da ist, der sich das als Ziel gesetzt hat, wundert mich.

Ich empfinde auch das "Problem" der Sprache nicht als eines: jede (ehemals) altkatholische Gemeinde könnte ja ihre eigene Sprache (deutsch, niederländisch, polnisch, tschechisch) beibehalten und die Anglikaner weiterhin auf Englisch zelebrieren.

In manchen ev. Landeskirchen gibt es ja auch noch französisch-hugenottische Gemeinden, die entweder durchweg frankophon oder bilingual sind.

So what's all the fuzz about?


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R.I.P.
BeitragVerfasst: 1. Juni 2015 09:31 
Kirchenlehrerin (in spe)
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JHNewman hat geschrieben:
Aber ob der hier vorgeschlagene Ansatz der richtige ist? Mir erscheint das nicht klar genug durchdacht im Hinblick auf die Trennung der Motive: Geht es um den Glauben an Jesus Christus - oder um das Vermarkten der eigenen kirchlichen Marke? Wenn man schon den Jargon des Marketings so intensiv bemüht, wie Prof. Kirstges das tut, dann muss man doch auch konsequent sein und die Frage stellen: An welche Kunden denken wir? Welche Menschen wollen wir ansprechen? Davon hängt hängt die gesamte Strategie ab. Wenn es darum geht, Menschen zu erreichen, die keine Verbindung zu irgendeiner Kirche haben, dann muss das Evangelium im Vordergrund stehen. Dann geht es darum, die Menschen für die Botschaft von Jesus Christus zu gewinnen und sie in seine Gemeinschaft zu führen. Die kirchliche Gemeinschaft ist dabei dann sekundär. Wenn es aber darum geht, zunächst mal die Marke 'alt-katholisch' zu verkaufen, dann sieht das völlig anders aus. Dann ist die Zielgruppe eine andere und dann gerät man möglicherweise auch in Konflikt mit ökumenischen Partnern. In den Thesen aus Wilhelmshaven geht das für mein Empfinden im Moment noch recht durcheinander.


Bei allen Problemen, die ich gelegentlich mit dir habe: Wo du Recht hast, hast du Recht!
Was du hier schreibst, sehe ich genauso. "Mission" darf niemals heißen, dass sich die christlichen Kirchen gegenseitig Mitglieder abwerben. Das wäre sogar ein Anti-Zeugnis.
Wir müssen alles tun, um in Deutschland bekannt zu werden; da hat sich in den letzten 20 Jahren aber schon dank Internet einiges getan. Das Schwierige ist, dass wir einerseits Profil zeigen müssen, dass aber andererseits Ökumene als die gute Zusammenarbeit mit den Großkirchen eines unserer Markenzeichen ist.

Was einen stärkeren Zusammenschluss des alt-katholischen Bistums mit den Anglikanern betrifft, bin ich eher skeptisch. Man müsste vorher Vor- und Nachteile genau unter die Lupe nehmen.
Das typisch Altkatholische, das unsere Kirche bislang gerade auch für Romkatholiken einladend macht, ginge wahrscheinlich verloren. Ein großer Teil der anglikanischen Gemeinden in Deutschland möchte sicher englischsprachlich bleiben. Und je größer eine Kirchengemeinschaft ist, desto eher gibt es Flügelkämpfe. Unser im Ganzen doch homogenes Bistum könnte leicht in anglikanische Zerreißproben hineingezogen werden.

_________________
Entwicklung gehört zum Wesen der Kirche. (Bischof Georg Bätzing, Limburg)

Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen,
weil leben wandern heißt. (Klaus Peter Hertzsch)


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BeitragVerfasst: 1. Juni 2015 10:07 
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Eilike hat geschrieben:
Was einen stärkeren Zusammenschluss des alt-katholischen Bistums mit den Anglikanern betrifft, bin ich eher skeptisch. Man müsste vorher Vor- und Nachteile genau unter die Lupe nehmen.
Das typisch Altkatholische, das unsere Kirche bislang gerade auch für Romkatholiken einladend macht, ginge wahrscheinlich verloren. Ein großer Teil der anglikanischen Gemeinden in Deutschland möchte sicher englischsprachlich bleiben. Und je größer eine Kirchengemeinschaft ist, desto eher gibt es Flügelkämpfe. Unser im Ganzen doch homogenes Bistum könnte leicht in anglikanische Zerreißproben hineingezogen werden.


Du bist doch sonst so tolerant?! Auf einmal lese ich Worte wie "homogen" von dir.

Dieses "typisch Altkatholische" können wir auch unter bzw. mit der Obhut der Anglikaner leben, dafür brauch es keine getrennten Kirchenstrukturen. Und wie gesagt: die deutschsprachigen Gemeinden bleiben deutschsprachig, die englischsprachigen englischsprachig.

Toleranz, Globalisierung, "Einheit in Vielfalt", Klimawandel, da stehen doch so viele drauf. 8-)


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BeitragVerfasst: 1. Juni 2015 13:22 
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Ein guter Teil der aktiven Römer ist im Grunde von den Überzeugungen her schon heute alt-katholisch. Aber man kann halt sehr bequem auf dem Papier römisch bleiben.

Werner


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BeitragVerfasst: 1. Juni 2015 13:27 
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Für den Durchschnittsdeutschen sind Anglikaner (wenn er mit dem Begriff überhaupt etwas anfangen kann) Protestanten in bunten Gewändern, die Heinrich der Achte aus dem Boden gestampft hat, um mehr Ehefrauen umbringen zu können. Der Begriff "katholisch" ist daher in Deutschland ziemlich wichtig als Identitätsmerkmal, glaube ich.

Werner


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BeitragVerfasst: 1. Juni 2015 13:37 
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Werner hat geschrieben:
Für den Durchschnittsdeutschen sind Anglikaner (wenn er mit dem Begriff überhaupt etwas anfangen kann) Protestanten in bunten Gewändern, die Heinrich der Achte aus dem Boden gestampft hat, um mehr Ehefrauen umbringen zu können. Der Begriff "katholisch" ist daher in Deutschland ziemlich wichtig als Identitätsmerkmal, glaube ich.

Werner


Interessant; ich finde schlimmer als "altkatholisch" geht's nicht mehr was den "Markennamen" anbelangt. "Katholisch" klingt ja an sich schon altbacken, davor noch ein "alt" zu setzen verstärkt das Ganze noch.

"Episkopalkirche" oder "Anglikanische Kirche" klingt 1. nicht altbacken, marode 2. neu/frisch (für deutschsprachige Ohren zumindest), was ausgesprochenes Potential hat.


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BeitragVerfasst: 1. Juni 2015 13:42 
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Gut, über das "alt" kann man tatsächlich streiten. Aber das "katholisch" ist wichtig, denke ich. Episkopal, das kennt kein Mensch. In Amerika habe ich das eine ganze Weile für Evangelikale gehalten.

Werner


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BeitragVerfasst: 1. Juni 2015 13:55 
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Registriert: 30. Dezember 2012 14:31
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Was nicht ist, kann ja noch werden.

Ich sehe nämlich (und da bin ich vielleicht super pessimistisch, aber auch realistisch) nur mehr eine weitere Alternative: die AKK in der EKD wie die Herrnhuter.

Die AKK ist einfach zu klein, als das sie so weiter machen kann wie bisher, in den nächsten 10-20 Jahren muss irgendwas passieren.


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