Mensch und Kirche

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BeitragVerfasst: 5. Januar 2012 14:19 
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Kirchenlehrerin (in spe)
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Registriert: 5. November 2005 13:01
Beiträge: 4595
Zum Schwerpunkthema gibt es in der neuesten Nummer von "Christen heute" interessante Gedanken und Anregungen, die teils auch Antworten geben auf Fragen, die bei MuK in verschiedenen Zusammenhängen gestellt wurden.

Meines Erachtens besonders lesenswert:

1.) Pfr. Gerhard Ruisch, Alt-katholische Spiritualität?
Der Verfasser weist darauf hin, dass es innerhalb der UU und auch der Gemeinden innerhalb der einzelnen Bistümer große Pluralität der Liturgie und der Spiritualität gibt, so dass von der alt-katholischen Spiritualität kaum die Rede sein kann.
Für sich persönlich wünscht er dennoch Gottesdienste und darüber hinaus eine Spiritualität zwischen zwei Polen: a.) fröhlich soll es zugehen, unverkrampft, aber gleichzeitig b.) ernsthaft und würdig, d.h. nicht flapsig, nicht schlecht vorbereitet.
Ernsthaftigkeit einerseits und Fröhlichkeit / Leichtigkeit schließen sich für ihn dabei nicht aus.
Des weiteren gehören Ehrfurcht vor Gottes Schöpfung und Sorgen um ihre Bewahrung ebenso zur ak. Spiritulität wie die mystische Dimension des Christentums (Schweigen im Gottesdienst!) sowie die gelebte Nächstenliebe des Einzelnen und die Diakonie der Gemeinde.

2.) Pfr'. Henriette Crüwell knüpft daran an, dass sie häufig von Interessierten nach einer ak. Dogmatik oder wenigstens nach einem ak. Katechismus gefragt wird und meint, dass der "Vorrang des Lebens und der Praxis vor jeder Theorie und Dogmatik, ja geradezu die Scheu davor, den Glauben zu Sätze packen und definieren zu wollen" ein Markenzeichen unserer Spiritualität sein könnte.
Die Ablehnung der Dogmen von 1870 zeigt auch die Erfahrung,
"dass Glaube und Leben sich nicht erfassen, definieren, starr regeln und vorgeben lassen. Der Mut, ... auf das eigene Herz zu hören" gehört zu unserer Spiritualität.
Damit ist eng verbunden "die Wiederentdeckung des Heiligen Geistes in Theologie und Liturgie", was sich zeigt in der gro0en Bedeutung der Epiklese im Hochgebet der Eucharistie, wenn der Heilige Geist über die eucharistischen Gaben ebenso herabgerufen wird wie über die versammelte Gemeinde. "Der Geist steht für die Erfahrungsseite des Glaubens, für all das, wovon wir ergriffen werden, gewärmt und gewandelt, der Sohn als Wort Gottes steht für die Erkenntnisseite des Glaubens, für all das also, was wir erfassen, hören und verstehen können. "Erkenntnis des Sohnes" und "Erfahrung des Geistes" sind gleichermaßen "Begegnungen mit dem verborgenen Gott in je eigener Weise".

3.) Walter Jungbauer, Kirchlicher Mehrert: Gotteserfahrung

4.) Stephan Neuhaus-Kiefel, "Wenn Jesus Christus in unserer Mitte lebendig und erfahrbar wird" - Sehnsucht nach Lernorten des Glaubens

_________________
Entwicklung gehört zum Wesen der Kirche. (Bischof Georg Bätzing, Limburg)

Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen,
weil leben wandern heißt. (Klaus Peter Hertzsch)


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